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OpenAI und Microsoft vertiefen Partnerschaft trotz AGI-Herausforderungen

OpenAI hat seine umstrittene Umstrukturierung als for-profit-Unternehmen abgeschlossen und ein neues Abkommen mit Microsoft vereinbart, das die zukünftigen Pläne für Verbraucher-Hardware und die Vorgehensweise bei der Erreichung künstlicher allgemeiner Intelligenz (AGI) regelt. Die for-profit-Entität ist nun als Public Benefit Corporation (PBC) unter dem Namen OpenAI Group PBC anerkannt, während die ursprüngliche Nonprofit-Organisation nun OpenAI Foundation heißt. Diese hält eine Beteiligung an der for-profit-Tochter, die derzeit auf rund 130 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, und wird zunächst 25 Milliarden Dollar in Gesundheitsforschung und „AI-Resilienz“ investieren. Zudem erhält sie zusätzliche Anteile, sobald die for-profit-Tochter eine bestimmte Bewertung erreicht. Die Umstrukturierung war nach monatelangen Verhandlungen mit den Generalstaatsanwälten von Kalifornien und Delaware sowie einem langwierigen Rechtsstreit mit Elon Musk möglich, der die Umwandlung als Co-Gründer von OpenAI 2015 blockieren wollte. Ursprünglich sollte die Nonprofit-Organisation ihre Kontrolle vollständig verlieren, doch nun behält sie bis zu 100 Milliarden Dollar an Anteilen und behält weiterhin Einfluss auf die Geschäftsführung. Ein zentrales Thema bleibt die Frage, ob OpenAI die Kontrolle über seine Technologie – insbesondere bei der Entwicklung von AGI – behält. AGI, also künstliche Intelligenz, die menschliche kognitive Fähigkeiten erreicht oder übertreffen kann, ist das zentrale Ziel der gesamten Branche. In der neuen Vereinbarung mit Microsoft wird festgelegt, dass die Erklärung, dass AGI erreicht sei, nun von einem unabhängigen Expertenpanel überprüft wird – nicht mehr allein von OpenAI. Dies soll Transparenz und Glaubwürdigkeit schaffen, da die Bezeichnung „AGI“ in der Praxis stark überladen ist. Microsoft behält nun seine Rechte an Modellen und Produkten bis 2032, einschließlich solcher nach der Erreichung von AGI, unter Berücksichtigung von Sicherheitsmaßnahmen. Allerdings enden die Rechte an Forschungsinhalten bis 2030 oder frühestens bei der Bestätigung der AGI-Entwicklung durch das Panel. Wichtiger: Microsoft hat nun keine Rechte mehr an OpenAIs Verbraucher-Hardware, die mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive entwickelt wird. Dies unterstreicht, dass OpenAI auf ein eigenes, persönliches AGI-Gerät setzt – ein Gerät, das laut CEO Sam Altman „überall mitgenommen werden kann, um bei Arbeit und Alltag zu helfen“. Zusätzlich wurde die Partnerschaft mit Microsoft flexibler: OpenAI kann nun mit Drittanbietern zusammenarbeiten, Open-Weight-Modelle veröffentlichen und Microsoft hat kein Recht mehr auf Vorrang bei der Bereitstellung von Rechenleistung. Gleichzeitig verpflichtet sich OpenAI, zusätzlich 250 Milliarden Dollar an Azure-Diensten zu kaufen. Ein entscheidender Punkt: Microsoft darf nun selbständig AGI entwickeln – allein oder mit anderen Unternehmen. Selbst wenn es OpenAI-IP nutzt, unterliegen die Modelle vor der offiziellen Bestätigung von AGI bestimmten Rechenleistungsbeschränkungen. Dies beschleunigt die AGI-Wettlauf-Atmosphäre erheblich. Die neuen Bedingungen sind entscheidend für die Zukunft der AI-Entwicklung – mit Milliarden Dollar und globaler Bedeutung auf dem Spiel.

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