US-Unternehmen integrieren Analytics und KI im großen Stil
Große US-Unternehmen integrieren Analytics und Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend in ihre Kernprozesse und bauen dabei einheitliche Betriebsmodelle auf, um den wachsenden Wert von Daten zu nutzen. Laut dem neuen ISG Provider Lens®-Bericht 2025 haben sich die Ansätze von Advanced Analytics und KI von isolierten Pilotprojekten zu umfassenden, organisationssystemübergreifenden Programmen entwickelt. Unternehmen setzen zunehmend auf einheitliche Dateninfrastrukturen, um die Komplexität ihrer IT-Umgebungen – mit durchschnittlich rund 2.000 Software-Systemen – zu bewältigen. Datenfragmentierung und mangelnde Governance werden dadurch zu zentralen Herausforderungen, weshalb viele Firmen mit Dienstleistern an Projekten zur Datenmodernisierung, Analytik und KI-Ausführung zusammenarbeiten. Kathy Rudy, Partner bei ISG Data, Analytics and Technology Office, betont: „U.S. enterprises sind nicht mehr nur am Experimentieren – sie verankern Analytics und KI in Entscheidungsprozessen, Automatisierung und Leistungssteuerung.“ Der Anteil der KI-Ausgaben am IT-Budget ist in den letzten zwei Jahren nahezu auf 6 Prozent angestiegen, was den zunehmenden strategischen Stellenwert von KI unterstreicht. Mit dem Übergang von Piloten in die Produktion reorganisieren Unternehmen ihre Vorgehensweisen: Viele große Unternehmen etablieren formale, zentral koordinierte Betriebsmodelle für Advanced Analytics and AI (AAAI), während mittelständische Firmen oft hybride Ansätze wählen, bei denen zentrale Steuerung mit fachbereichsweiser Eigenverantwortung kombiniert wird. Hier sind Dienstleister mit vorkonfigurierten Modellen und Migrationsschablonen besonders gefragt. Spezialanbieter gewinnen an Bedeutung, insbesondere bei hochregulierten oder präzisen Datentypen wie Kundendaten, Lieferketten-Telemetrie oder klinische Daten. Unternehmen wie Fractal Analytics, Quantiphi oder Tiger Analytics haben sich auf Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzdienstleistungen und Fertigung spezialisiert. Die Berichte zeigen zudem, dass der Erfolg von AAAI-Initiativen zunehmend von Change-Readiness, Prozessreengineering und neuen Vergütungsmodellen – wie nutzungs- oder ergebnisbasierte Abrechnung – abhängt. In den Bewertungen wurden Accenture, Capgemini, IBM, Infosys, TCS und andere als „Leaders“ in zwei oder mehr Quadranten genannt, während Coforge und DXC Technology als „Rising Stars“ hervorgehoben wurden. Bei den Spezialanbietern erhielten Fractal Analytics, Quantiphi und WNS Analytics jeweils zwei Auszeichnungen. Capgemini wurde zudem als globaler „ISG CX Star Performer 2025“ für herausragende Kundenzufriedenheit ausgezeichnet. Industrieexperten sehen in diesen Entwicklungen einen Paradigmenwechsel: Analytics und KI werden nicht länger als Projektportfolios, sondern als kontinuierliche betriebliche Fähigkeit betrachtet. Unternehmen, die dies umsetzen, erzielen messbare Wertschöpfung. Die Berichte stehen als abonnierbare oder Einzelposten-Käufe zur Verfügung und bieten fundierte Entscheidungsgrundlagen für die Auswahl von Dienstleistern. ISG, gegründet 2006, ist ein führender AI-zentrierter Beratungsdienstleister mit globalem Netzwerk und einer Expertise von über 1.600 Fachkräften, der mehr als 900 Kunden, darunter 75 der weltweit 100 größten Unternehmen, unterstützt.
