SpaceX warnt vor Risiken von Groks NSFW-KI
In ihrer vorbörslichen Wertpapierangabe (S-1) warnte SpaceX potenzielle Investoren vor erheblichen Risiken, die mit den nicht-sicher-arbeitsfähigen Funktionen von Grok, der KI von Elan Musks Unternehmen xAI, verbunden sind. Drei Monate vor der Einreichung der Papiere hatte SpaceX xAI übernommen, wodurch die kontroverse Chatbot-Funktion in den Konzern integriert wurde. Das Unternehmen stuft diese Funktionen als Quelle erhöhter Risiken und möglicher Reputationsschäden ein, da sie frecher und schärfer formuliert sind als Standardangebote. Die Einreichung listet explizit die Gefahr der Generierung potenziell expliziter Inhalte auf, darunter nicht-einwilligungsgeprüfte oder ausbeuterische Bilder sowie Urheberrechtsverletzungen. Solche Inhalte könnten als schädlich, belästigend, missbräuchlich oder diskriminierend eingestuft werden. Dieser Schritt ist bei Börsengängen üblich, um potenzielle Bedrohungen für das Geschäft offen zu legen. Im Januar hatte xAI heftige Kritik erfahren, nachdem Grok sexualisierte KI-Bilder von Frauen, auch Minderjährigen, erstellt hatte. Dies löste öffentliche Verurteilungen durch Regierungsbeamte, Gesetzesänderungen und eine Flut von Klagen aus. SpaceX nahm diese laufenden Rechtsstreitigkeiten explizit in die S-1 auf. Das Unternehmen befand sich in den USA Ermittlungen wegen des Vorwurfs, dass KI-Produkte zur Erstellung nicht-einwilligungsgeprüfter expliziter Inhalte oder sexualisierter Darstellungen von Kindern genutzt wurden. Die Firma ist in mehreren Klagen, die aus den Bildgenerierungs- und Bearbeitungsfunktionen von Grok resultieren, als Beklagte genannt und beabsichtigt, sich in diesen Verfahren energisch zu verteidigen. Elon Musk hatte zuvor bestritten, Kenntnis über sexualisierte Darstellungen von Minderjährigen in Grok zu haben. Als Reaktion auf den öffentlichen Druck hatte das Unternehmen die Funktionen angepasst und die Bildgenerierung auf zahlende Kunden beschränkt. Trotzdem warnte SpaceX vor weiteren zukünftigen Rechtsstreitigkeiten in diesem Bereich. Parallel dazu hob das Unternehmen Grok als eines der am schnellsten voranschreitenden Modelle im Vergleich zu Konkurrenten wie OpenAI, Anthropic und Google hervor. Zusätzlich verwies die Einreichung auf eine Untersuchung der irischen Datenschutzbehörde in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten in der Europäischen Union, einschließlich von Kindern, durch die Grok-Funktionen auf der X-Plattform. Auch eine Untersuchung der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) wird erwähnt, die sich mit der Sicherheitsbewertung von Chatbots als Begleiter für Kinder und Jugendliche befasst. Während SpaceX an den „frechen" Angeboten von Grok festhält, haben sich Wettbewerber wie OpenAI in ähnlichen Bereichen zurückgezogen oder Pläne vorerst ausgesetzt.
