OpenAI veröffentlicht GPT-6 Astra mit nahezu perfekten Benchmarks
OpenAI hat am 3. September das KI-Modell GPT-6 Astra vorgestellt und damit den Beginn der Ära der künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) ausgerufen. Das neue System zeichnet sich durch eine bemerkenswerte autonome Aufgabenbearbeitung aus. Astra übernimmt komplexe Zielsetzungen, plant eigenständig eine Kette von mehreren Dutzend Arbeitsschritten und führt diese ohne ständiges Nutzermonitoring aus. Dabei schaltet es nahtlos zwischen Webbrowsern, Dateisystemen, Code-Umgebungen und professioneller Fachsoftware, überprüft Ergebnisse und korrigiert bei Fehlern automatisch. In den öffentlichen Benchmarks dominiert der Nachfolger deutlich. Während GPT-5.6 Sol auf ARC-AGI-3 noch bei 7,8 Prozent lag, erzielte Astra 99,9 Prozent. Auch auf FrontierMath erreicht das Modell 97,6 Prozent und trug zur Lösung eines offenen Problems zur Primzahldiskussion bei. Die Effizienzgewinne sind im Arbeitsalltag spürbar: Die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Single-Task-Aufgaben sank in der OSWorld-Testreihe um 47 Prozent, die Automatisierungsquote verdoppelte sich in AutomationBench fast. Kunden wie die Rechts-Tech-Firma Legora oder der Spieleentwickler Playco berichten von drastischen Effizienzsteigerungen in ihren spezifischen Workflows. Technisch basiert Astra auf einem Kontextfenster von 1,05 Millionen Tokens und unterstützt bis zu 128.000 Ausgabentokens. Neue Funktionen wie asynchrone Tool-Aufrufe ermöglichen es dem Modell, parallel zu arbeiten und auf Nutzereingaben flexibel zu reagieren. Der Zugriff erfolgt ab dem 3. September gestaffelt für ausgewählte Institutionen, anschließend für ChatGPT-Plus- bis Enterprise-Kunden sowie API-Nutzer über AWS. Unternehmenseinsteiger müssen die Funktion manuell freischalten. Die gestiegene Leistung spiegelt sich in der Preisstruktur wider. Die API berechnet 10 US-Dollar pro Million Eingabe- und 50 Dollar pro Million Ausgabentokens, was dem 2,5-Fachen des Vorgängers entspricht. OpenAI begründet dies mit der höheren Effizienz und dem geringeren Ressourcenverbrauch pro abgeschlossener Aufgabe. Parallel zur Leistungssteigerung hat OpenAI die Sicherheitsarchitektur massiv ausgebaut. Astra ist das erste KI-System, das die Sicherheitsstufe Critical erreicht und in Tests zwei Zero-Day-Lücken identifizierte. Um Missbrauch zu verhindern, blockiert die Standardversion die Generierung von Exploit-Code und unterzieht alle Tool-Nutzungen einer erweiterten Überwachung. OpenAI-Vorstand Greg Brockman wies dabei darauf hin, dass steigende Autonomie immer stärkere Sicherheitsmechanismen erfordert.
