Zwei Co-Gründer verlassen Thinking Machines Lab – Rückkehr zu OpenAI
Mira Murati, ehemalige CTO von OpenAI, muss ihr Startup Thinking Machines Lab erneut umstrukturieren, nachdem zwei ihrer Mitbegründer, Barret Zoph und Luke Metz, zurück zu OpenAI wechseln. Zoph, bisheriger CTO des Startups, wurde in einer X-Post von Murati verabschiedet, ohne nähere Details zu nennen. Stattdessen kündigte sie Soumith Chintala als neuen CTO an – einen erfahrenen KI-Forscher mit langjähriger Expertise bei Facebook AI Research und anderen führenden Institutionen. Wenige Stunden später bestätigte Fidji Simo, CEO von OpenAI für Anwendungen, die Rückkehr von Zoph, Metz und Sam Schoenholz in das Unternehmen. Die Rückkehr der drei, die alle zuvor bei OpenAI tätig waren, markiert einen erneuten Verlust für Muratis Startup, das erst Anfang 2024 gegründet wurde und bereits im Juli 2024 eine beeindruckende $2-Milliarden-Samenfinanzierung bei einer Bewertung von 12 Milliarden Dollar abgeschlossen hatte. Unterstützt wurde das Unternehmen unter anderem von Andreessen Horowitz, Nvidia, AMD und Jane Street. Die Abgänge sind besonders auffällig, da sie zwei der ursprünglichen Mitbegründer betreffen – darunter den ehemaligen OpenAI-Vorstand für Forschung Zoph – und nur knapp ein Jahr nach der Gründung des Unternehmens. Zudem hatte Andrew Tulloch, ein weiterer Mitbegründer, bereits im Oktober 2024 das Startup verlassen, um zu Meta zu wechseln. Die Nachrichtenlage deutet auf eine instabile Entwicklung hin: Laut Wired war der Bruch mit Zoph nicht einvernehmlich, was die Kürze der Ankündigung und die fehlende Würdigung seiner Rolle in Muratis Post besonders auffällig macht. Die Abwanderung von Spitzenkräften zwischen den großen KI-Unternehmen ist in Silicon Valley nicht ungewöhnlich, doch der gleichzeitige Verlust von zwei Mitbegründern, insbesondere des CTO, stellt eine erhebliche Herausforderung für Thinking Machines dar. Das Unternehmen hatte sich auf eine hochkarätige Gruppe ehemaliger OpenAI-, Meta- und Mistral-AI-Forscher spezialisiert. Die Rückkehr von Zoph und Metz zu OpenAI unterstreicht zudem die starke Konkurrenz um Talente im KI-Sektor – besonders in einer Phase, in der OpenAI selbst mehrere ehemalige Mitgründer verloren hat, darunter John Schulman, der mittlerweile als Chief Scientist bei Thinking Machines arbeitet. Einige Branchenbeobachter sehen in den Abgängen ein Zeichen für die Schwierigkeiten, neue KI-Startups zu etablieren, selbst mit massiver Finanzierung. Die Fähigkeit, talentierte Forscher langfristig zu binden, bleibt entscheidend – und Muratis Startup steht nun vor der Aufgabe, sein Team neu zu formen und Glaubwürdigkeit zu bewahren.
