Hacker stehlen Daten aus Tausenden GitHub-Repos
GitHub, die von Microsoft gehaltene Plattform für Softwareentwicklung, bestätigte einen erfolgreichen Cyberangriff, bei dem Daten aus rund 3.800 internen Code-Repositories gestohlen wurden. Das Unternehmen gab in mehreren Beiträgen auf der Plattform X bekannt, dass keine Beweise für eine Beeinträchtigung von Kundendaten außerhalb der internen Repositories vorliegen, wies jedoch darauf hin, dass die Untersuchung weiterhin läuft. Der Vorfall wurde durch einen kompromittierten Mitarbeitercomputer ausgelöst, auf dem eine manipulierte Erweiterung für den Code-Editor Visual Studio Code installiert war. GitHub präzisierte, dass die Bedrohung frühzeitig erkannt und eingedämmt wurde, benannte jedoch nicht die spezifische Software-Erweiterung. Der Angriff unterstreicht eine wachsende Gefahr für Entwickler, bei der Angreifer gezielt beliebte Open-Source-Projekte und deren Erweiterungen kompromittieren, um über diese Wege Zugang zu unzähligen Computern zu erhalten und Projekte zu gefährden. Zu den Vorwürfen der Beteiligung hat eine Hackergruppe namens TeamPCP gestanden. Berichten zufolge verkaufen die Angreifer die gestohlenen Daten bereits auf Foren für Cyberkriminalität. GitHub antwortete bisher nicht auf Anfragen nach Kommentaren oder auf Fragen zu eventuellen Lösegeldforderungen. TeamPCP ist bereits für andere schwerwiegende Sicherheitsvorfälle bekannt, darunter einen Daten Diebstahl bei der Europäischen Kommission, bei dem über 90 Gigabyte an Cloud-Daten entwendet wurden. Ähnliche Angriffe, die auf die Infizierung von Entwicklertools zurückgreifen, wurden in der Vergangenheit auch gegen OpenAI registriert. Die Sicherheitslücke demonstriert erneut, wie kritisch die Integrität von Drittanbieter-Plugins für die Sicherheit der gesamten Entwicklungsumgebung ist. Während GitHub betont, dass Kundenprojekte und öffentlich zugängliche Daten nicht betroffen sind, bleibt die genaue Natur der entwendeten internen Informationen vorerst unklar. Die laufende Untersuchung soll klären, ob weitere Kompromittierungen vorliegen oder ob die Angreifer bereits weitere Schritte unternommen haben. Die Branche beobachtet die Entwicklungen genau, da solche Angriffe die Vertrauensbasis zwischen Plattformbetreibern und Entwicklern erschüttern können. Experten warnen vor der steigenden Komplexität solcher Attacken, die oft komplexe Lieferketten ausnutzen, um sich unauffällig in Netzwerken zu verankern.
