DuckDuckGo-Installationen steigen um 30 %, Nutzer lehnen Googles erzwungene KI-Suche ab
Letzte Woche kündigte Google auf der Entwicklerkonferenz I/O eine umfassende Umgestaltung seiner Suchmaschine an: Die traditionellen Listen blauer Links sollen durch KI-Agenten ersetzt werden, die Nutzern direkt Antworten liefern und Aufgaben ausführen. Diese Maßnahme löste umgehend heftige Kritik aus: Kritiker warnten davor, dass dies das offene Internet beenden könnte, während Nutzer beschwerten sich darüber, dass KI-Vorschauen häufig falsche Ergebnisse lieferten und ihnen ihre Wahlmöglichkeiten entzögen – so wurde etwa die einfache Suche nach dem Begriff „Disregard" zu einer außerordentlich komplexen Operation. Inzwischen profitiert deutlich der datenschutzorientierte Suchmaschinen-Dienstleister DuckDuckGo. Unternehmensdaten zeigen, dass zwischen dem 20. und 25. Mai die Installationszahlen der US-App im wöchentlichen Vergleich durchschnittlich um 18,1 % stiegen und sechs Tage lang kontinuierlich zunahmen; am 25. Mai erreichte der Tageswert einen Spitzenwert von 30,5 %. Auf iOS-Geräten verlief das Wachstum noch schneller mit einem durchschnittlichen Anstieg von 33 % gegenüber der Vorwoche und einem Peak-Wert von 69,9 %. Auch die Aufrufe der vollständig ohne KI ausgestatteten Suchseite noai.duckduckgo.com legten im Wochenvergleich durchschnittlich um 22,7 % zu. Weinberg, CEO von DuckDuckGo, erklärte: „Google zwingt den Einsatz künstlicher Intelligenzen auf, doch es gibt keine Möglichkeit für Nutzer, diesem Prozess fernzu bleiben." Er verwies darauf, dass Googles bisheriges Exklusivitätsabkommen als Standard-Suchanbieter seine Marktentwicklung behinderte habe; nun führe ein erzwungener KI-Ansatz lediglich zum Verlust von Kunden hinzu. DuckDuckGo bietet zwar selbst ein KI-Produkt namens Duck.ai an, das Modelle wie Claude, Llama oder GPT integriert, garantiert jedoch bei allen Dialogen Datenschutz und stellt sicher, dass diese Daten nicht für das Training von KI verwendet werden.
