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Nvidias Rekordumsatz von 57 Milliarden Dollar und positive Prognose dämpfen AI-Blasen-Sorgen

Nvidia hat seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2026 veröffentlicht und erneut Rekordzahlen erzielt. Der Umsatz belief sich auf 57,006 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 62 % gegenüber dem Vorjahresquartal und 22 % gegenüber dem Vorquartal. Die Gewinnspanne lag bei 73,4 %, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorquartal, jedoch ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Besonders beeindruckend war der Datenzentrumsgeschäft, das mit 51,215 Milliarden US-Dollar einen Anteil von über 90 % am Gesamtumsatz ausmachte und ein Wachstum von 66 % im Jahrzurückvergleich verzeichnete. Die Nachfrage nach den Blackwell- und Blackwell Ultra-Plattformen ist extrem hoch, weshalb Cloud-GPUs weiterhin ausverkauft sind. CEO Jensen Huang betonte, dass die KI-Ökonomie in einer „guten Schleife“ ist, mit exponentiell wachsender Nachfrage bei Training und Inferenz. Die Gaming-Sparte erzielte 4,265 Milliarden US-Dollar Umsatz, ein Anstieg um 30 % im Jahrzurückvergleich, jedoch ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorquartal. Dies wird auf eine Normalisierung der Lagerbestände vor dem Weihnachtsgeschäft zurückgeführt, obwohl die Umsätze im dritten Quartal normalerweise am höchsten liegen. Dennoch bleibt dies die zweitbeste Leistung für Konsum-GPUs in der Unternehmensgeschichte. Die Professional-Vizualisierungssparte erreichte mit 760 Millionen US-Dollar einen Rekordumsatz, gestützt auf den Erfolg der DGX Spark-Arbeitsstation und der Nachfrage nach Blackwell-basierten GPUs in Bereichen wie CAD, CAM und kreative Workflows. Im Bereich Automotive und Robotik stieg der Umsatz auf 592 Millionen US-Dollar, ein Wachstum von 32 %, getrieben durch die Einführung der Drive AGX Hyperion 10-Plattform und Partnerschaften mit Unternehmen wie Uber. Auch der OEM- und Sonstige-Bereich wuchs um 79 % auf 174 Millionen US-Dollar. Für das vierte Quartal 2026 erwartet Nvidia einen Umsatz von 65 Milliarden US-Dollar mit einer GAAP-Gewinnspanne von 74,8 %. Die Prognose basiert auf der weiteren Verbreitung der Blackwell- und Blackwell Ultra-Plattformen, insbesondere in den westlichen Märkten. Die Ausfuhren nach China bleiben weiterhin eingeschränkt, was die CFO Colette Kress als „enttäuschend“ bezeichnete. Die Erwartung liegt bei null Datenzentrumsumsatz aus China im vierten Quartal. Nvidia kündigte mehrere strategische Partnerschaften an, darunter mit OpenAI (Investition von bis zu 100 Milliarden US-Dollar), Anthropic (Bis zu 10 Milliarden US-Dollar), xAI (Massive Rechenzentrum in Saudi-Arabien) und Microsoft. Zudem arbeitet das Unternehmen mit Google Cloud, Oracle, Intel und anderen an der Schaffung von KI-Infrastruktur in den USA und Europa. In Deutschland und Großbritannien wurden neue KI-Clouds und Rechenzentren angekündigt. Die Investitionen in die KI-Infrastruktur sollen bis zum Ende des Jahrzehnts auf mehrere Billionen US-Dollar anwachsen. Nvidia betont, dass es die führende Plattform für die zukünftige KI-Infrastruktur sein wird. Die Unternehmensführung bleibt optimistisch, trotz geopolitischer Herausforderungen. Die Aktie reagierte positiv, mit einem Anstieg um über 3 % im After-Hours-Handel.

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