Intel bestätigt 14A-Massenproduktion 2028
Intel hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres einen robusten finanziellen Aufschwung verzeichnet und gleichzeitig einen klaren Zeitplan für die Serienproduktion seiner nächsten Prozessknotenlinie bekannt gegeben. Der Umsatz stieg auf 16,1 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 25 Prozent im Jahresvergleich entspricht und die internen Prognosen übertraf. Obwohl der GAAP-Reingewinn aufgrund von 13,6 Milliarden US-Dollar marktbewertungsbedingten Verlusten bei Escrowed Shares im Rahmen des CHIPS-Act-Abkommens mit der US-Regierung bei minus 11 Milliarden US-Dollar ausfiel, zeigt der operative Geschäftsbetrieb weiterhin solide Profitabilität. Der Non-GAAP-Reingewinn belief sich auf 2,2 Milliarden US-Dollar, die GAAP-Gross-Margin kletterte auf 40,1 Prozent. Der operative Cashflow erreichte 7,0 Milliarden US-Dollar, sodass der Kapitalausgabenausblick für 2026 und 2027 nach oben korrigiert wurde. Auf Segmentebene dominierte der Bereich Data Center und KI mit einem Umsatzplus von 59 Prozent auf 6,3 Milliarden US-Dollar. Treiber waren die starke Nachfrage nach Xeon-Prozessoren, der schnelle Ausbau der KI-Infrastruktur und ein nahezu dreifacher Anstieg der Einnahmen durch speziell angefertigte Halbleiter. Die Client Computing and Physical AI Group verzeichnete ebenfalls ein Wachstum von 13 Prozent auf 8,9 Milliarden US-Dollar. Dieses Ergebnis basierte primär auf höheren Durchschnittsverkaufspreisen aufgrund anhaltender Lieferengpässe und nicht auf steigenden Absatzmengen. Im Foundry-Bereich stiegen die Umsätze um 31 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar, begünstigt durch den Produktionshochlauf von Intel 18A. Die Produktionsverluste je Einheit sanken auf 2,1 Milliarden US-Dollar, während die externen Aufträge weiterhin marginal bleiben. Parallel zu den Finanzergebnissen bekräftigte Intel den Zeitplan für die 14A-Prozessknotenlinie. Die Serienproduktion ist für das zweite Halbjahr 2028 geplant, wobei die Risikoabfertigung im zweiten Halbjahr 2027 erfolgen soll. Intel wird 14A zunächst ausschließlich für die eigene Produktentwicklung nutzen, da noch keine externen Kunden verbindliche Aufträge für diesen Knoten gegeben haben. Sollte der Hochlauf wie erwartet im November oder Dezember 2028 starten, sind Markteinführungen auf Basis der Technologie erst für 2029 zu erwarten. Dies steht im Kontrast zur Konkurrenz, die bereits externe Kunden für vergleichbare Knoten anwirbt. Für das dritte Quartal prognostiziert Intel einen Umsatz zwischen 15,8 und 16,8 Milliarden US-Dollar bei einer erwarteten Non-GAAP-Gross-Margin von rund 42 Prozent und einem EPS von 0,38 US-Dollar. Die anhaltende Nachfrage im KI-Sektor sowie die schrittweise Skalierung der Foundry-Produktion deuten auf eine weitere Konsolidierung der Geschäftstätigkeit hin, während die technologische Exzellenz weiter ausgebaut wird.
