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Disney-YouTube-TV-Streit: Sportübertragungen weiterhin ausgefallen

Die Auseinandersetzung zwischen Disney und YouTube TV droht weiter zu eskalieren, während Sportfans erneut vor einem Wochenende-Blackout stehen. Bereits seit zwei Wochen sind Disney-Inhalte, darunter ESPN-Spiele und andere Sportübertragungen, auf YouTube TV nicht mehr verfügbar – eine Dauer, die die längste Vertragsstreitigkeit in der Geschichte des Unternehmens darstellt. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Verhandlungen rasch zu einer Lösung führen würden, doch mit jedem verstrichenen Tag und jeder bedeutenden Sportveranstaltung verlängert sich die Blockade. Besonders betroffen sind die rund 10 Millionen YouTube TV-Abonnenten, die nun auf Live-Spiele wie die bevorstehende Begegnung zwischen Green Bay Packers und Philadelphia Eagles verzichten müssen. Disney verliert dabei schätzungsweise 30 Millionen US-Dollar pro Woche, was Druck auf eine baldige Einigung ausübt – doch die Verhandlungen laufen weiterhin zäh. Auf der jüngsten Gewinnpräsentation erklärte Finanzchef Hugh Johnston, dass die Gespräche „noch etwas länger dauern könnten“, und Disney fügte in seine jährliche Risikobewertung hinzu, dass die Dauer des Blackouts nicht vorhersehbar sei. Die strategische Haltung des Unternehmens, die Verantwortung auf Dritte abzuwälzen, wird kritisch gesehen: Disney weist auf die hohen Lizenzgebühren der Sportverbände hin, die Streaming-Dienste wie YouTube TV zur Übertragung von Live-Spielen zwingen. Diese Spiele sind mittlerweile ein zentrales Verkaufsargument für Streaming-Plattformen, was die Verhandlungen komplex macht. Gleichzeitig betonte CEO Bob Iger die Rolle von Künstlicher Intelligenz bei der Verbesserung der Disney+-Benutzererfahrung, was jedoch nicht ausreichte, um die Aktienkursentwicklung zu stabilisieren – die Aktie fiel nach einem Umsatzverfehlung um fast 8 Prozent. Obwohl die aktuelle Blockade nur YouTube TV betrifft, könnte sich das Ausmaß der Krise ausweiten: Weitere Verträge mit anderen Verbreitungsplattformen laufen 2025 aus, und die Lösung des Disney-YouTube-Tiefstandes könnte als Vorbild für zukünftige Verhandlungen dienen. In der Zwischenzeit suchen viele Zuschauer nach Alternativen – darunter die Nutzung von Apps auf Amazon Fire TV Sticks, um Spiele zu streamen. Doch Amazon reagiert: Die Plattform arbeitet an Maßnahmen, um solche Tools, die urheberrechtlich geschütztes Material verbreiten, zu blockieren. Die Entwicklung zeigt, wie sich der Wettbewerb um Live-Sport in der digitalen Ära verlagert – und wie die Verhandlungen zwischen Medienriesen und Streaming-Diensten zunehmend das Zuschauererlebnis bestimmen.

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