Noch ein xAI-Gründer verlässt Musks Projekt
Manuel Kroiss, der letzte verbleibende Mitbegründer von Elon Musks KI-Unternehmen xAI neben Musk selbst, hat angekündigt, das Unternehmen zu verlassen. Der in der Branche unter dem Namen „Makro" bekannte Kroiss gehört zu den elf Ingenieuren, die 2023 gemeinsam mit dem Tech-Mogul an den Start gingen. Mit seinem Ausscheiden hat sich die Zahl der abgewanderten Gründer auf zehn erhöht. Seit Januar haben bereits Guodong Zhang, Zihang Dai, Toby Pohlen, Jimmy Ba, Tony Wu und Greg Yang das Unternehmen verlassen. Kroiss leitete in xAI den Bereich Pretraining, der für das Training der KI-Modelle auf großen Datensätzen verantwortlich ist, und berichtete direkt an Musk. Zusammen mit Zhang, der bereits im März das Unternehmen verließ, arbeitete er an der Verbesserung der Coding-Modelle des Unternehmens. Musk hatte kürzlich auf dem Abundance Summit zugegeben, dass xAI beim Bereich Codeentwicklung hinter seinen Konkurrenten zurückliege, betonte jedoch, dass das Unternehmen bestrebt sei, die Konkurrenz in diesem Bereich zu übertreffen. Vor seinem Wechsel zu xAI war Kroiss bei Google und DeepMind tätig. Derzeit ist Ross Nordeen, der von Tesla zu xAI kam, der einzige verbleibende Mitbegründer neben Musk. Die Organisationsstruktur des Unternehmens befindet sich in einer umfassenden Umstrukturierung. Musk hat die direkte Verwaltung von Dutzenden Mitarbeitern selbst übernommen und gleichzeitig Personal von Tesla und SpaceX integriert. Gleichzeitig wurden Dutzende weitere Mitarbeiter entlassen. Bereits Anfang dieses Monats erklärte Musk auf der Plattform X, dass xAI von Grund auf neu aufgebaut werde, da es zunächst nicht in der richtigen Form errichtet worden sei. Zudem durchforste das Unternehmen erneut alte Bewerberdaten, um talentierte Personen, die in der Vergangenheit abgelehnt wurden, wieder einzuwerben. Finanziell ist das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs. Im frühen Verlauf des Jahres übernahm Musks Raketenfirma SpaceX einen Großteil der Kontrolle über xAI. Das Unternehmen plant, noch in diesem Jahr einen Börsengang (IPO) zu vollziehen, der den Wert des Unternehmens möglicherweise auf 1,5 Billionen Dollar treiben könnte. Weder xAI noch Manuel Kroiss haben bisher unmittelbar auf Anfragen zur Stellungnahme reagiert. Die anhaltende Fluktuation bei den Gründern und die strukturellen Veränderungen markieren eine entscheidende Wendephase für das Wachstum des KI-Startups.
