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Microsoft übernimmt Sequoia-backtes KI-Tool Cove

Die Gründer des von Sequoia Capital finanzierten KI-Startups Cove, das sich auf eine intelligente Kollaborationsplattform spezialisiert hatte, sind von Microsoft übernommen worden. Der vollständige Entwicklungsbereich von Cove schließt sich dem Technologieunternehmen an, während der Dienst selbst zum 1. April eingestellt wird. Die Entscheidung wurde den Kunden durch eine E-Mail mitgeteilt, die auch die sofortige Löschung aller gespeicherten Daten ankündigte. Cove wurde Ende 2023 von Stephen Chau, Andy Szybalski und Mike Chu gegründet. Alle drei hatten zuvor an Google Maps gearbeitet und waren unter anderem für die Street-View-Funktionen verantwortlich. Im Jahr 2024 sicherte sich das Start-up in einer Seed-Finanzierungsrunde sechs Millionen Dollar von Investoren wie Sequoia Capital, Elad Gil, Homebrew, Adverb sowie Scott Belsky und Lenny Rachitsky. Das Produkt war ein unbegrenztes digitales Whiteboard, das künstliche Intelligenz nutzte, um verschiedene Aufgabenblöcke für Zwecke wie die Reiseplanung zu erstellen. Die Entwickler waren der Ansicht, dass herkömmliche Chat-Schnittstellen für KI zu unflexibel seien, da sie keine Bearbeiten in Echtzeit zuließen. Eine Canvas-basierte Umgebung bot stattdessen mehr Möglichkeiten, mit Prompts unterschiedliche Richtungen einzuschlagen. Zudem integrierte Cove einen eingebauten Browser und die Möglichkeit, PDF-Dateien und Bilder hochzuladen, um dem KI-System mehr Kontext zu geben. Dies ermöglichte die automatische Generierung neuer Karten, Tabellen und Listen. Das Unternehmen sah sich in direkter Konkurrenz zu Anbietern wie Miro, TLDraw und Kosmik. Laut einer Erklärung im Blog des Unternehmens ist die Übernahme durch Microsoft das logische nächste Kapitel für die Gründungsmannschaft. Sie formulierten, dass ihre Überzeugung, die Art und Weise, wie Menschen mit KI zusammenarbeiten, neu zu definieren, durch die rasante Entwicklung der KI-Modelle noch gestärkt wurde. Das Team freue sich darauf, diese Arbeit bei Microsoft AI fortzusetzen, um eine noch größere Vision zu verfolgen. Es wurde betont, dass die Ideen hinter Cove in Microsoft weiterleben werden. Microsoft hatte zuvor bereits im Jahr 2023 KI-Funktionen namens Copilot in sein eigenes Kollaborationsprodukt, Whiteboard, integriert. Die Frage, wie genau die Technologien von Cove in das Microsoft-Ökosystem eingegliedert werden, wurde von TechCrunch direkt bei Microsoft erfragt, wobei bislang noch keine Antwort eingegangen ist. Um die betroffenen Nutzer fair zu behandeln, hat Cove alle Abonnements für den März vollständig erstattet und bietet zusätzlich einen Prozess zur Datenexportierung an, bevor die Löschung erfolgt. Die Situation markiert einen weiteren Schritt im aktuellen Trend, bei dem erfolgreiche KI-Startups von den großen Tech-Giganten übernommen werden, um deren eigene Produktportfolios zu erweitern und Innovationskraft zu bündeln. Während die Marke Cove nun verschwindet, deuten die Aussagen der Gründer darauf hin, dass ihre spezifischen Ansätze für flexible KI-gestützte Kollaboration innerhalb der neuen Umgebung von Microsoft weiterentwickelt werden sollen.

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