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vor einem Monat
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Finanzen

Google-Engineer gewinnt 1,2 Mio. Dollar mit Insider-Trading

US-Behörden haben einen Google-Ingenieur bezichtigt, durch den Handel mit Insiderinformationen auf der Plattform Polymarket über 1,2 Millionen Dollar Gewinn erzielt zu haben. Der Justizminister der USA, Jay Clayton, teilte am Mittwoch mit, dass Michele Spagnuolo, ein 36-jähriger italienischer Staatsbürger, der in der Schweiz lebt, vertrauliche Unternehmensdaten des Tech-Giganten missbraucht hat. Unter dem Pseudonym „AlphaRaccoon" eröffnete Spagnuolo 2024 ein Konto auf Polymarket und setzte zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres insgesamt rund 2,75 Millionen Dollar auf Märkte, die auf internen Google-Informationen basierten. James C. Barnacle, Jr., stellvertretender Leiter des FBI, erklärte, dass Spagnuolo Zugriff auf vertrauliche Trends innerhalb von Google hatte und diese potenziell zu Profitzwecken ausnutzte. Die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte umfassen den Verstoß gegen den Commodity Exchange Act, Drahtbetrug und Geldwäsche. Die Kombination dieser Vorwürfe kann zu einer maximalen Gefängnisstrafe von 50 Jahren führen. Clayton betonte in einer Erklärung, dass die Anklage die langjährige Botschaft unterstreiche, dass Insider kein Vertrauen in vertrauliche Geschäftsinformationen nutzen dürfen, um auf den Märkten Gewinne zu erzielen. Laut LinkedIn-Profil arbeitete Spagnuolo als leitender Ingenieur für Informationssicherheit bei Google und war an der Entwicklung der Infrastruktur zur Bereitstellung von KI-Agenten innerhalb von Alphabet, dem Mutterkonzern, beteiligt. Dieser Fall wirft ein neues Licht auf die zunehmende regulatorische Aufmerksamkeit, die Prognosemärkten in den USA widmet werden. Plattformen wie Polymarket und Kalshi, auf denen Nutzer auf Ereignisse in den Bereichen Sport, Politik oder Popkultur setzen können, stehen seit längerer Zeit in der Kritik von Gesetzgebern, die befürchten, dass diese Märkte Insiderhandel begünstigen. Bereits letzte Woche kündigte der US-Bundesstaat Minnesota als erstes Land eine vollständige Beschränkung von Prognosemärkten an, die im August in Kraft treten soll. Zudem haben mehrere Kongressabgeordnete, darunter die Senatoren Adam Schiff aus Kalifornien und John Curtis aus Utah, Gesetzesentwürfe eingebracht, um solche Märkte einzudämmen, wie den „Prediction Markets Are Gambling Act". Sowohl Polymarket als auch Kalshi haben in der Vergangenheit betont, dass sie Sicherheitsvorkehrungen gegen Insiderhandel implementiert haben. Dazu gehörten Maßnahmen wie das proaktive Verhindern von Wetten durch Politiker und Sportler. Dennoch zeigt dieser Vorfall die Schwierigkeiten bei der Überwachung und Durchsetzung von Regeln in dezentralen oder hybriden Handelsplattformen. Die Ermittlungen laufen weiterhin, um weitere Details zum Ausmaß des Missbrauchs zu klären.

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