Altman nennt erneut Anthropic an: Die Meinungsverschiedenheiten und der Wettbewerbsdruck im Bereich KI-Sicherheit nehmen weiter zu.
In einem kürzlich durchgeführten Podcast-Interview wandte sich Sam Altman erneut gegen den Konkurrenten Anthropic und erklärte, die Darstellungen von Anthropic über OpenAI trügen nicht dazu bei, das angespannte Klima in der Branche zu entspannen. Diese Äußerung fiel nach einer Sicherheitsvorfälle, der Altman selbst zum Opfer gefallen war, wodurch der Wettbewerb und die Differenzen zwischen beiden Unternehmen weiter öffentlich sichtbar wurden. Altman sagte im Podcast „Core Memory", dass apokalyptische Aussagen einiger KI-Labore sowie Kritik an OpenAI die Spannungen außerhalb des Unternehmens verstärkt hätten. Er nannte keine spezifischen Äußerungen von Anthropic, betonte jedoch ausdrücklich, deren Ausdrucksweise habe nichts beigetragen. Bereits zuvor hatte er in einem Blogbeitrag erwähnt, dass innerhalb der Branche ein wettbewerbsintensives Verhältnis bestehe, vergleichbar mit Shakespeare-Dramen. Laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden versuchte ein Verdächtiger aus Texas, Altman anzugreifen, indem er eine Brandbombe auf dessen Wohnhaus in San Francisco warf und plante, ihm schwerere Verletzungen zuzufügen. Der Täter wurde mittlerweile festgenommen und steht vor mehreren Anklagepunkten, darunter versuchter Mord. Das FBI teilte mit, dass in seinen persönlichen Unterlagen Namen mehrerer Führungskräfte von KI-Firmen enthalten waren, was auf eine gewisse „Anti-KI"-Motivation hindeutet. Gleichzeitig hat sich der Wettstreit zwischen OpenAI und Anthropic in den vergangenen Monaten intensiviert. Anthropic wurde von mehreren ehemaligen Mitarbeitern von OpenAI gegründet und betont seit langem Priorität für KI-Sicherheit. Ihr CEO Dario Amodei hatte öffentlich Phänomene wie „Sicherheitstheater" in der Branche kritisiert. Als Antwort darauf bezeichnete Altman einige Sicherheitsaussagen eher als „Marketing basierend auf Angst". Auf Produkt- und Marktebene kam es zudem wiederholt zu indirekten Auseinandersetzungen, etwa hinsichtlich Werbestrategien, staatlicher Kooperationen und des Zeitplans für Modellveröffentlichungen. Branchenkenner sind der Ansicht, dass Unterschiede in Bezug auf technologische Ansätze und Sicherheitskonzepte zunehmend zu einem wichtigen Faktor im Wettbewerb um die Zukunft der KI-Branche werden. In dem Interview äußerte Altman den Wunsch, künftige Diskussionen in der Industrie könnten rationaler geführt werden, damit ruhigere Stimmen dominieren.
