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GPU

Amazon verdreifacht Nvidia-Chip-Bestellung

Amazon Web Services und Nvidia haben ihre Partnerschaft deutlich ausgeweitet und eine Bestellung über zwei Millionen zusätzliche Grafikprozessoren (GPUs) vereinbart. Die Ankündigung erfolgte im Rahmen von Nvidias Quartalsbericht am Mittwoch und verdreifacht im Wesentlichen die vor fünf Monaten getätigte Vereinbarung für mehr als eine Million Chips. Die neuen Prozessoren, darunter Modelle aus den Architekturen Blackwell Ultra, Rubin sowie Rubin Ultra, sollen ab 2027 in die AWS-Rechenzentren einspeisen. Laut Nvidia hat die Nachfrage seit der ersten Order die Erwartungen übertroffen. Finanzielle Details wurden nicht offengelegt, doch bei den aktuellen Chippreisen beläuft sich das Volumen auf mehrere zehn Milliarden Dollar. Die Kooperation beschränkt sich nicht auf den reinen Hardwarekauf. Nvidia plant die Integration seiner Netzwerkinfrastruktur, Open-Source-Modelle, Prozessoren sowie Datenverarbeitungssoftware und Robotik-Plattformen in die AWS-Architektur. AWS wird unter anderem Nvidias Nemotron-Modelfamilie über Bedrock und SageMaker bereitstellen. Zudem setzt Amazon auf die vollständige physische KI-Stack-Technologie von Nvidia zur Steuerung seiner Logistikroboterflotte, einschließlich der Plattformen Omniverse, Cosmos, Isaac und Jetson. Der massive Auftrag unterstreicht den anhaltenden Bedarf an Rechenleistung für Trainings- und Inferenzworkloads, getrieben durch Startups, Konzerne und staatliche Stellen. Parallel dazu treibt Amazon eigenentwickelte KI-Chips wie den Trainium-Prozessor und die Graviton-CPUs voran, um die Abhängigkeit von Nvidia zu reduzieren. Der AWS-KI-Chef Peter DeSantis bestätigte bereits Gespräche über den Verkauf von Trainium-Chips an externe Rechenzentren. Trotz dieser Eigenentwicklungen bleibt Nvidia mit der Rubin- und Vera-CPUs-Strategie der klare Marktführer. CFO Colette Kress betonte, dass Vera-Prozessoren bereits an führende Partner wie Oracle und SpaceX ausgeliefert würden. Nvidias finanzielle Performance spiegelt die gestiegene Marktsegmentierung wider. Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 96,2 Milliarden US-Dollar, wobei die Rechenzentrumssparte mit 89 Milliarden Dollar einen Anstieg von 117 Prozent verzeichnete. Die Prognose für das dritte Quartal liegt bei 108 Milliarden Dollar, unterstützt durch erste Lieferungen der Rubin-Generation. Um die Lieferkette abzusichern, hat Nvidia seine Investitionszusagen für die kommenden Jahre auf 279 Milliarden Dollar erhöht, darunter 92 Milliarden für das laufende Geschäftsjahr und 87 Milliarden für 2028. CEO Jensen Huang hob während des Earnings Calls hervor, dass KI nun produktiven und profitablen Mehrwert generiere, weshalb Unternehmen massiv in zusätzliche Rechenkapazitäten investieren. Anleger und Industrie beobachten nun, ob der massive Infrastrukturausbau die erhoffte Profitabilität tatsächlich in gleichem Maße transportiert.

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