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AI-Revolution: Microsoft, Intuit und HubSpot als Gewinner, Salesforce und ZoomInfo gefährdet

Künstliche Intelligenz (KI) verändert tiefgreifend die Software- und SaaS-Branche – und führt zu einem massiven Umbau der Marktpositionen. Laut einer neuen Analyse von RBC Capital Markets ist Unternehmensgröße oder Marktführerschaft allein kein Garant für Überleben im post-KI-Zeitalter. Vielmehr entscheidet Innovation über Erfolg oder Niederlage. Die Analysten warnen: Wer nicht aktiv in KI-Technologien investiert und deren Potenzial für Produktentwicklung und Prozessautomatisierung nutzt, riskiert, von neuen Akteuren verdrängt zu werden. Die Vergleiche mit Sears, Blockbuster und Barnes & Noble verdeutlichen, dass digitale Umbrüche historisch immer neue Marktführer hervorgebracht haben – auch wenn etablierte Player zuvor dominierend waren. Unter den Gewinnern der KI-Transformation steht Microsoft an vorderster Front. Laut RBC unterschätzt die Wall Street weiterhin die Tiefe und Reichweite von Microsofts KI-Strategie. Die Integration von KI in sämtliche Kernprodukte – von Azure über Office und Teams bis hin zu Dynamics und LinkedIn – sowie die strategische Partnerschaft mit OpenAI und eigene Entwicklungen im Bereich KI-Infrastruktur machen das Unternehmen zu einem führenden Player. Intuit wird als weiterer KI-Prädestinierter genannt. Schon vor dem Aufschwung von ChatGPT hatte das Unternehmen in KI investiert, und neue KI-Agenten in QuickBooks und TurboTax zeigen, dass es in datenintensiven Branchen wie Buchhaltung und Steuern wettbewerbsfähig bleibt. HubSpot profitiert von einem starken Innovationskultur und einer integrierten Technologie-Plattform. Mit Produkten wie ChatSpot, Breeze und Breeze Intelligence nutzt es generative KI, um CRM-Prozesse zu optimieren und gegenüber größeren Konkurrenten Marktanteile zu gewinnen. Auf der Infrastrukturseite wird MongoDB als zentraler Baustein für KI-Anwendungen hervorgehoben, insbesondere bei der Verarbeitung unstrukturierter Daten. Zahlreiche KI-native Start-ups setzen bereits auf die Datenbank. Pegasystems hingegen profitiert von der zunehmenden Komplexität enterprise-spezifischer Systeme durch KI-Agenten. Sein Blueprint-Tool, das Prozesse per natürlicher Sprache modelliert, könnte seine Marktposition erheblich ausbauen. Unter den Verlierern fallen Salesforce und ZoomInfo besonders auf. Salesforce’ KI-Initiative Agentforce bleibt weitgehend in Pilotphasen und zeigt bisher wenig Fortschritt bei echter „agenter“ KI – vielmehr dominiert reine Automatisierung. RBC zweifelt an der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit. ZoomInfo steht vor einer existenziellen Herausforderung: Sein Kerngeschäft, die Lieferung von Kontaktdaten, wird durch große Sprachmodelle zunehmend entwertet. Die Analysten vergleichen die Situation mit dem Niedergang der gelben Seiten durch Google – eine Parallele, die die Unsicherheit um ZoomInfos Zukunft verdeutlicht. Insgesamt zeigt die Analyse: Die KI-Revolution belohnt nicht die Alten, sondern diejenigen, die schnell, flexibel und strategisch innovieren. Unternehmen, die ihre Produkte nicht mit KI verknüpfen, riskieren, obsolet zu werden.

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