Google will Werbung bei KI-Einkaufsassistenten sichern
Google stellt sich auf eine Zukunft vor, in der KI-Agenten einen wachsenden Teil der Einkaufssuche übernehmen. Nach Unternehmensangaben führt der KI-Modus zwar zu so vielen Suchanfragen wie nie zuvor, die Monetarisierung hinkt jedoch hinterher. Investoren befürchten, dass Chatbots und autonome Agenten das klassische Werbegeschäft der Google-Suche infrage stellen. Google wirbt deshalb bei Anzeigenkunden damit, dass Bots die Vorauswahl treffen, Nutzer aber weiterhin Marken, Preise, Leistungen und gesponserte Angebote vergleichen sollen. Als Beispiel nannte das Unternehmen die Gegenüberstellung zweier Versicherungsprodukte mit unterschiedlichen Prämien, Selbstbeteiligungen und Rabatten. Der von Google zitierte Schindler betonte, dass es bei Kaufentscheidungen selten eine einzige optimale Lösung gebe; daher bleibe Raum für Werbung auch in agentischen Sucherlebnissen. Bereits im vergangenen Quartal testete Google deutlich gekennzeichnete Werbeelemente in KI-generierten Listen sowie Angebotsanzeigen bei Reiseplanungen. Die Zahlen unterstreichen den Druck: Alphabet erzielte im dritten Quartal einen Umsatz von 127,58 Milliarden US-Dollar und verfehlte damit leicht die Analystenerwartung von 127,97 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie fiel mit 2,12 Dollar niedriger aus als erwartet, vor allem wegen eines nicht realisierten Verlusts von 8,2 Milliarden Dollar aus der SpaceX-Beteiligung. Nachbörslich sank die Alphabet-Aktie um rund zehn Prozent.
