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Rekordverlust bei Weltreichsten nach Handelskonflikt-Angst

Am Freitag verloren die zehn reichsten Menschen der Welt insgesamt fast 69 Milliarden US-Dollar an Vermögen, nachdem sich die Aktienmärkte aufgrund neuer Angst vor einem globalen Handelskrieg verschlechtert hatten. Zentraler Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, ab November 1 eine zusätzliche Zollgebühr von 100 Prozent auf Importe aus China zu erheben, sowie Maßnahmen zur Einschränkung des Zugangs Chinas zu kritischer Software. Diese Reaktion folgte auf Chinas Verschärfung der Exportkontrollen für seltene Erden und andere Schlüsselmaterialien für die fortschrittliche Technikproduktion. Die Börsen reagierten heftig: Tesla-Aktien fielen um 5 Prozent, was dem CEO Elon Musk einen Vermögensverlust von rund 16 Milliarden Dollar einbrachte, wie der Bloomberg Billionaires Index zeigt. Jeff Bezos, Gründer von Amazon, und Mark Zuckerberg, Chef von Meta, verloren jeweils etwa 10 Milliarden Dollar, nachdem ihre Unternehmen mit Rückgängen von 5 Prozent (Amazon) und fast 4 Prozent (Meta) zu kämpfen hatten. Auch Nvidia-Chef Jensen Huang sah sein Vermögen um 8 Milliarden Dollar schrumpfen, da die Chip-Aktie um fast 5 Prozent nachgab. Larry Ellison, Mitbegründer von Oracle, und Michael Dell, Chef von Dell, verloren jeweils mehr als 5 Milliarden Dollar, da die Märkte Bedenken hinsichtlich eines langsameren Wachstums und weiterer Handelskonflikte äußerten. Insgesamt verloren die zehn Reichen an einem Tag 69 Milliarden Dollar, blieben aber mit einer Gesamtvermögenssumme von über 2,9 Billionen Dollar weiterhin extrem reich. Musk lag mit 437 Milliarden Dollar an der Spitze, gefolgt von Ellison (351 Milliarden), Zuckerberg (248 Milliarden) und Bezos (240 Milliarden). Trotz des Tagesverlusts waren sie insgesamt für das Jahr 2025 noch 385 Milliarden Dollar reicher – darunter ein Plus von 159 Milliarden Dollar für Ellison, getrieben von einem 75-prozentigen Aktienanstieg bei Oracle im Jahr 2025. Alle außer LVMH-Chef Bernard Arnault sind bedeutende Anteilseigner an US-Tech-Giganten und profitierten stark von der KI-Begeisterung, die in diesem Jahr die Tech-Aktien angetrieben hatte. Trump versuchte, die Märkte zu beruhigen, und erklärte am Sonntag auf Truth Social: „Macht euch keine Sorgen, es wird alles gut.“ Vor dem Handelsstart am Montag lagen die Aktien von Nvidia, Tesla und Dell bereits wieder 3 Prozent höher. In der Branche wird die Entwicklung als kurzfristige Reaktion auf politische Unsicherheit gesehen, die jedoch die langfristige Dynamik der Tech-Industrie nicht grundlegend verändert. Experten betonen, dass die Reichtümer der Top-10-Liste weiterhin stark an der Performance von AI- und Halbleiteraktien gebunden sind – ein Risiko, das durch geopolitische Spannungen verstärkt wird. Oracle und Nvidia bleiben strategisch zentrale Akteure in der KI-Transformation, was ihre langfristige Widerstandsfähigkeit stärkt.

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