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NVIDIA-Chef Huang: Chip-Nachfrage parabolisch

Auf der Dell Technologies World in den USA zeichneten CEO Jensen Huang von NVIDIA und Michael Dell von Dell eine Zukunft des Unternehmenseinsatzes für künstliche Intelligenz, die sich rasant entwickelt. Huang betonte, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur parabolisch steige, da Unternehmen nun von experimentellen Pilotprojekten zu skalierbaren, agentengestützten Anwendungen übergehen. Dieser Wandel erfordert massive Rechenleistung und führt zu drastisch reduzierten Kosten pro Verarbeitungs-Token sowie signifikant schnelleren Antwortzeiten. Zentral für diese Entwicklung ist die „Dell AI Factory", eine integrierte Plattform, die auf NVIDIA-Hardware basiert. Mit dem neuen Dell PowerEdge XE9812-Server, der auf der NVIDIA Vera Rubin NVL72-Architektur aufbaut, lässt sich die Kosten pro Token für agentic AI um ein Zehnfaches im Vergleich zu Blackwell-Systemen senken. Weitere neue Server-Modelle unterstützen bis zu 144 GPUs pro Rack und bieten dank Direkt-Kühlung mit Flüssigkeit eine bis zu 5,5-fach höhere Leistung als vorherige Modelle. Ergänzt wird dies durch das Netzwerkportfolio mit dem PowerSwitch auf Basis von NVIDIA Quantum-X800 sowie neue Dell PowerRacks, die Rechenleistung, Speicher und Netzwerk als ein einheitliches System ausliefern. Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung der NVIDIA Vera-CPU für unternehmensspezifische Datenpipelines und Analysen. Diese Prozessorlinie bietet die weltweit höchste Einzelthread-Leistung und dreimal mehr Speicherbandbreite als herkömmliche x86-Prozessoren. Dadurch können agentic Workloads 50 Prozent schneller ausgeführt werden, was besonders bei datenintensiven Anwendungen wie Datenbankabfragen entscheidend ist. Neue Daten-Engines wie Starburst, integriert in die Dell AI Data Platform, beschleunigen analytische Abfragen mit der Vera-CPU um das Dreifache. Die Veranstaltung unterstrich zudem den Trend zur On-Premises-Bereitstellung von KI. Eine Umfrage von Dell ergab, dass 67 Prozent der KI-Workloads mittlerweile außerhalb der Cloud, also im eigenen Rechenzentrum oder am Netzwerkrand, laufen. Dies ermöglicht es Unternehmen, sensible Daten und geistiges Eigentum zu schützen. Mit Hilfe der NVIDIA Confidential Computing werden proprietäre Modelle und Daten end-to-end verschlüsselt verarbeitet. Beispiele für diesen Ansatz sind SpaceXAI, das seine Modelle sicher auf der Dell-Infrastruktur betreibt, oder Google Distributed Cloud mit Gemini 3.0. Zudem werden viele Open-Source-Modelle von NVIDIA und anderen Herstellern nativ auf der Plattform unterstützt. Praktische Anwendungen dieser Technologie zeigen bereits namhafte Kunden. Eli Lilly setzt KI zur Entdeckung von Medikamenten ein, Samsung nutzt die Infrastruktur für Chip-Design, und Honeywell betreibt digitale Zwillinge für industrielle Anwendungen. Auch im Finanzsektor erweitert der Händler Hudson River Trading seine Dell-Infrastruktur für datengetriebene Forschung. Ein besonderes Highlight war die Vorstellung von „Dell Deskside Agentic AI", die autonome Agenten direkt auf Arbeitsplatz-Computern wie dem Dell Pro Max mit NVIDIA Grace Blackwell-Architektur ermöglicht. Durch Lösungen wie NVIDIA OpenShell und den Nemotron-Modellen können Unternehmen KI-Agenten sicher in ihre lokalen Systeme integrieren und an ihre eigenen Daten anpassen. Dell kündigt zudem enge Partnerschaften mit Softwareanbietern wie Palantir, ServiceNow, CrowdStrike und weiteren Innovationen an, um die gesamte KI-Stack-Lösung zu vervollständigen. Die Ankündigungen der ersten Veranstaltungstage bereiten den Boden für weitere technische Vertiefungen im kommenden NVIDIA GTC Event in Taipeh.

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