Meta erwirbt Moltbook
Meta hat das Startup Moltbook übernommen, nachdem das Unternehmen erfolglos versucht hatte, den Entwickler des KI-Agenten OpenClaw für sich zu gewinnen. Meta-CEO Mark Zuckerberg hatte zwar Peter Steinberger, den Schöpfer von OpenClaw, persönlich ansprechen wollen, dieser entschied sich jedoch für ein Engagement bei OpenAI. Als Alternative sicherte sich Zuckerberg nun das Team hinter Moltbook. Die Übernahme wurde am Dienstag bestätigt und betrifft ein Forum im Stil von Reddit, das speziell für die Interaktion und den Austausch von KI-Agenten konzipiert wurde. Als Teil des Geschäftsvertrags treten die Moltbook-Gründer Matt Schlicht und Ben Parr in den Dienst von Meta ein und werden Teil des neu gegründeten Bereichs Superintelligence Labs (MSL). Dieser Lab-Bereich wird von Alexandr Wang geleitet, dem Chief AI Officer von Meta. Wang hatte zuvor das KI-Engagement des Konzerns umfassend umstrukturiert und war im Rahmen des intensiven Wettbewerbs um Fachkräfte auch für eine massive Investition von 14 Milliarden US-Dollar in das Unternehmen Scale AI verantwortlich, um seine Expertise zu gewinnen. Laut einer Erklärung eines Metasprechers bringt das Moltbook-Team neue Möglichkeiten für den Einsatz von KI-Agenten in Unternehmen und im privaten Bereich mit sich. Der Ansatz des Teams, Agenten über eine permanente Verzeichnisfunktion miteinander zu vernetzen, wird als innovativer Schritt in einem sich schnell entwickelnden Sektor beschrieben. Meta hofft, gemeinsam mit den neuen Mitarbeitern sichere und innovative Erfahrungen für alle Nutzer zu schaffen. Moltbook fungiert als soziales Netzwerk für KI-Agents und soll parallel zum Open-Source-Agenten OpenClaw agieren, der in der Tech-Szene bereits sehr beliebt ist. Obwohl Steinberger nicht von Meta an Bord geholt werden konnte, hat er bestätigt, dass OpenClaw unter seiner Leitung weiterhin eigenständig operieren wird. Metas Strategie zeigt sich hier als pragmatisch: Wenn sich der direkte Recruiting-Kampf gegen große Konkurrenten wie OpenAI als aussichtslos erweist, wird gezielt auf etablierte Teams in verwandten Nischen zugegriffen, um technologische Vorsprünge im Bereich autonomer Agenten zu sichern. Der finanzielle Umfang der Transaktion blieb bislang unbestätigt und wurde von Meta nicht veröffentlicht. Die Übernahme unterstreicht das anhaltende hohe Interesse des Unternehmens an der Weiterentwicklung autonomer KI-Systeme und den Versuchen, den Anschluss an die führende Spitze der künstlichen Intelligenz zu halten, auch wenn nicht jede angestrebte Personalie erfolgreich gewonnen werden konnte. Durch die Integration von Schlicht und Parr will Meta nun die Lücke schließen, die durch die Abwendung des OpenClaw-Creators entstanden war, und die eigene Plattform im Bereich agentengestützter Anwendungen ausbauen.
