M5 Max schlägt 96-Kern Ryzen Threadripper in Geekbench
Apple hat mit dem neuen M5 Max-Prozessor eine beeindruckende Leistung in Benchmarks gezeigt, die selbst High-End-Wettbewerber der AMD-Ryzen-Serie in Schach hält. In den Tests des Geekbench-6-Programms übertraf das 18-Kern-Chip-Modell den 96-Kern-Prozessor Ryzen Threadripper Pro 9995WX deutlich in der Einzelkern-Leistung und auch in den meisten Mehrkern-Szenarien. Während Threadripper-Systeme durchschnittlich etwa 26.000 Punkte erreichen, erreichte ein spezifischer Testlauf 30.170 Punkte, knapp vor dem M5 Max mit 29.644 Punkten. Diese Ergebnisse unterstreichen Apples langjährige Stärke bei der Optimierung einzelner Prozessorkerne, was jedoch nur ein Teil des Bildes ist. Ein wichtiger Kontext zu diesen Zahlen ist die Art des Benchmarks. Geekbench 6 simuliert typische Consumer-Aufgaben wie Archivierung oder Bildbearbeitung und belastet Prozessoren nur kurzzeitig. Daher werden Hochleistungschips mit vielen Kernen, wie der Ryzen Threadripper, nicht vollständig ausgelastet, da viele seiner Sub-Tests nur bis zu 32 Threads effizient skalieren. Dies begünstigt Appels Architektur, die auf wenige, aber extrem leistungsstarke Kerne setzt. Es ist jedoch zu beachten, dass synthetische Tests nicht zwingend die reale Leistung in professionellen Anwendungen widerspiegeln. Technisch verfügt der M5 Max über sechs sogenannte Super-Performance-Kerne mit verbesserter Bandbreite und neuer Cache-Struktur sowie zwölf Leistungskernen für effizientes Multithreading. Im Vergleich zum Vorgänger M4 Max, der 16 Kerne besaß, bringt die neue Generation eine deutliche Steigerung der Einzelkern-Leistung um etwa zwölf Prozent mit sich. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist das Speichersubsystem: Bis zu 128 GB schnellen LPDDR5X-9600-Speichers werden über eine 512-Bit-Schnittstelle mit einer Bandbreite von 614 GB/s angesprochen. Diese Geschwindigkeit ist derzeit unerreicht bei stationären Workstation-Prozessoren und trägt maßgeblich zur hohen Performance bei. Auch die Grafikleistung des M5 Max wurde verbessert. Basierend auf einer von Apple entwickelten PowerVR-Architektur erzielt die integrierte GPU im Compute-Test der Metal-API 232.718 Punkte, ein signifikanter Anstieg gegenüber 204.453 Punkten beim Vorgänger. Im Vergleich zu diskreten Grafikkarten schlägt die integrierte Lösung der Apple die iGPU des Ryzen AI Max+ 395 und die Nvidia GeForce RTX 5070. Dennoch kann sie mit der hohen Leistung der RTX 5070 Ti oder insbesondere der Flaggschiff-Grafikkarte RTX 5090 nicht mithalten, die deutlich höhere Werte erreicht. Dennoch gilt es als technologischer Meilenstein, dass eine integrierte GPU Rechenleistung auf dem Niveau einer der besten dedizierten Grafikkarten bieten kann.
