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KI verfasst ein Drittel der Webseiten seit ChatGPT-Start

Eine aktuelle Untersuchung des Pew Research Centers belegt, dass nach der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 signifikant mehr Internetseiten durch künstliche Intelligenz erstellt oder wesentlich überarbeitet wurden. Die auf dem Common-Crawl-Archiv basierende Analyse umfasste bis zu 500.000 englischsprachige Webseiten, wobei ein zufälliges Stichprobenverfahren von 10.000 Seiten im Juli 2026 zu dem Ergebnis kam, dass etwa zehn Prozent dieser Gesamtheit KI-Autorenschaft aufweisen. Da Stichproben zwangsläufig auch ältere, vor der KI-Ära veröffentlichte Seiten enthalten, führte Pew eine gefilterte Auswertung durch, die ausschließlich neue Inhalte nach dem ChatGPT-Start betrachtete. In dieser Gruppe liegt der Anteil der KI-generierten oder -überarbeiteten Seiten bei über dreißigfünf Prozent. Für die Identifikation nutzte Pew die Erkennungstechnologie von Pangram, die nicht nur stilistische Marker wie Em-Dashes, Oxford-Kommata oder typische KI-Phrasierungen quantifizierte, sondern auch Muster im Textfluss analysierte. Parallel dazu verzeichnete der Internet-Infrastrukturnetzwerker Cloudflare, dass der Bot-Verkehr das menschliche Surfaufkommen übertroffen hat, ein Trend, der den raschen Anstieg automatisierter Content-Erstellung untermauert. Die Daten deuten zudem auf deutliche domänenspezifische Unterschiede hin: Kommerzielle Adressen endend auf .com weisen eine zehnfach höhere Quote an KI-autorisiertem Content auf als staatliche (.gov) oder Bildungseinrichtungen (.edu), die beide bei lediglich einem Prozent liegen. Organisationen im .org-Bereich zeigen mit etwa 4,6 Prozent einen moderateren Anteil. Trotz bekannter Limitationen von KI-Erkennungstools bezüglich falscher Positivmeldungen bestätigt die aggregierte Datenlage einen klaren strukturellen Wandel im World Wide Web. Die Ergebnisse unterstreichen, wie sich die digitale Informationslandschaft bereits in der jüngeren Vergangenheit fundamental verschoben hat, wobei insbesondere kommerzielle Akteure verstärkt auf Automatisierung setzen. Dies stellt sowohl die Transparenz von Quellen als auch die Qualitätssicherung im digitalen Raum vor neue Herausforderungen. Die Studie liefert somit einen quantitativen Beleg für die zunehmende Durchdringung des Internets durch maschinengenerierte Texte und bildet eine relevante Grundlage für künftige Diskurse über Content-Qualität und Regulierung.

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