AMD enthüllt CPU-Roadmap bis 2028
AMD hat auf seiner Veranstaltungsreihe Advancing AI einen umfassenden Ausblick auf die künftige Prozessorarchitektur bis 2030 präsentiert. Im Mittelpunkt stand die Bestätigung der Langzeitstrategie für die Zen-Mikroarchitektur, die über die aktuelle Zen-6-Generation hinausreicht. CEO Lisa Su kündigte an, dass die nächste Architekturgeneration Florence auf Basis von Zen 7 im Jahr 2028 vorgestellt wird. Sie werde auf einer fortschrittlichen Fertigungstechnologie basieren, neue KI-Berechnungserweiterungen integrieren und den Support für neueste Speichertechnologien gewährleisten. Ein zentraler strategischer Wandel zeichnet sich bei der Einführung von Florence ab. Anders als bisher soll die Architektur nicht als isolierte Produktfamilie vermarktet werden, sondern in ein diversifiziertes Ökosystem eingebettet sein. Ergänzt wird Florence durch den Ferrara AI Host Node und das Faenza Agentic Sandbox-Design, um maßgeschneiderte Lösungen für spezifische KI-Workloads zu ermöglichen. Diese Abkehr von einer Einheitsarchitektur für den gesamten Servermarkt zielt darauf ab, die Effizienz und Skalierbarkeit in Rechenzentren durch spezialisierte CPU-Konfigurationen zu steigern. Parallel dazu bestätigte das Unternehmen die laufende Entwicklung der achten EPYC-Generation mit dem Codenamen Ravenna basierend auf Zen 8, deren Markteinführung für das Jahr 2030 erwartet wird. Ergänzt wird der Prozessorplan um einen deutlichen Schub bei den Beschleunigerchips. Die kommende Instinct-MI500-Serie wird mit HBM der nächsten Generation sowie neuen Kupfer- und Lichtwellenleiter-Interconnects ausgestattet sein. AMD prognostiziert damit die größte generationsübergreifende Leistungssteigerung in der Geschichte der Instinct-Reihe und verspricht eine bis zu 2000-fache Steigerung der Inferenz-Durchsatzraten innerhalb von vier Jahren. Parallel dazu befindet sich die CDNA-Next-basierte MI600-Familie bereits in der Entwicklungsphase für 2028. Mit dem aktuellen Launch der MI455X-Grafikkarte und den Ausblicken auf die MI500X-Reihe festigt AMD seine Position im hochkompetitiven Markt für KI-Hardware. Die präsentierte Roadmap unterstreicht die Strategie von AMD, durch einen vorhersehbaren Produktzyklus und eine konsequente Diversifizierung der Architekturfamilien den wachsenden Anforderungen des Data-Center- und KI-Marktes strukturell zu begegnen. Die Kombination aus spezialisierten Serverprozessoren und hocheffizienten Beschleunigern soll die technologische Lücke zu direkten Wettbewerbern im Bereich KI-Training und Inferenz weiter schließen.
