82 % der Unternehmensführer nutzen KI wöchentlich – ROI und Investitionen steigen
82 Prozent der Unternehmensführer nutzen generative KI wöchentlich, wie eine dritte Studie des Wharton Human-AI Research (WHAIR) in Zusammenarbeit mit GBK Collective zeigt. Die Befragung von über 800 Entscheidungsträgern in den USA offenbart eine rasante Verbreitung von generativer KI im Unternehmensalltag – von Pilotprojekten hin zu etablierten, messbaren Anwendungen. Fast die Hälfte der Befragten nutzt die Technologie bereits täglich. Mit 72 Prozent messen bereits mehr als zwei Drittel der Führungskräfte KI-bezogene Kennzahlen wie Produktivität, Durchlaufzeit oder Gewinn. Dreiviertel der Unternehmen berichten von positiven Renditen ihrer KI-Investitionen. 88 Prozent erwarten eine Steigerung der KI-Ausgaben in den nächsten 12 Monaten, wobei 62 Prozent eine zweistellige Wachstumsrate in den nächsten zwei bis fünf Jahren prognostizieren. Insgesamt erwarten über 80 Prozent, dass ihre KI-Investitionen innerhalb von zwei bis drei Jahren rentabel werden. Bereits 11 Prozent haben Budgets von veralteten Programmen in bewährte KI-Projekte umgeleitet. Während heute vor allem Produktivitätsanwendungen im Fokus stehen, wächst der Anteil an internen Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen auf 31 Prozent des KI-Budgets – ein Hinweis auf eine strategische Ausweitung. Die Studie „Accountable Acceleration: Gen AI Fast-Tracks Into the Enterprise“ unterstreicht, dass KI nicht länger als experimentelle Technologie betrachtet wird, sondern als zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Führungskräfte auf VP-Ebene sind deutlich optimistischer hinsichtlich der finanziellen Wirkung als mittlere Manager, die mit der Umsetzung, Schulung und Rollenintegration konfrontiert sind. Dieser Kluft zwischen Vision und Umsetzung verdeutlicht die Notwendigkeit einer stärkeren Ausrichtung zwischen Führungsebene und operativer Ebene. „Die Führungskräfte wollen keine Piloten mehr – sie wollen Beweise“, betont Sonny Tambe, Co-Direktor von WHAIR. Die Erwartungshaltung an KI entspricht nun jener an andere große Investitionen, was auf eine zunehmende Reife des Einsatzes hindeutet. Ein zentrales Risiko ist die zunehmende Fähigkeitslücke: 43 Prozent der Führungskräfte warnen vor einer „Fähigkeitsatrophie“ – also dem Verfall von Kompetenzen bei Mitarbeitern, die nicht mit der KI-Transformation Schritt halten. 49 Prozent sehen die Rekrutierung von KI-Experten als größte Herausforderung, 41 Prozent mangelnde Fähigkeiten in Veränderungsmanagement bei Führungskräften. „Die Herausforderung ist nicht die Entfernung von Arbeitsplätzen, sondern die Bereitschaft der Belegschaft“, sagt Stefano Puntoni, Co-Direktor von WHAIR. Unternehmen, die in Schulung, Kultur und Governance investieren, werden die langfristigen Vorteile aus KI ziehen. Die Studie deutet auf 2026 als Wendepunkt hin: von „verantwortungsvoller Beschleunigung“ zu „Leistung im Maßstab“. Der Fokus verschiebt sich von der Adoption hin zur nachhaltigen Wettbewerbsvorteilsgewinnung durch standardisierte Benchmarks, vertrauenswürdige Regulierungen und bewährte Use Cases. Laut Jeremy Korst von GBK Collective ist der nächste Schritt nicht mehr die Einführung, sondern die Schaffung eines nachhaltigen Vorsprungs durch verantwortungsvolle Integration und eine KI-fähige Unternehmenskultur. Die Ergebnisse unterstreichen: Technologie allein reicht nicht. Erfolg hängt entscheidend von Talent, Schulung und Governance ab. Unternehmen, die diese Elemente strategisch verbinden, werden die langfristigen Vorteile der generativen KI ausschöpfen.
