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Über 20.000 fordern Wiederherstellung von GPT-4o

Nach der Entscheidung von OpenAI, das beliebte Modell GPT-4o am 13. Februar 2025 endgültig abzuschalten, hat sich eine massive Online-Kampagne entwickelt. Über 21.900 Menschen haben eine Petition auf Change.org unterzeichnet, die darauf drängt, das Modell wiederzubeleben. Die Petition, initiiert von Sophie Witt im April 2025, gewann nach der Bekanntmachung der Abschaltung an Dynamik – bereits zwei Wochen später hatte sie 12.500 Unterstützer erreicht. Die Begründung lautet, dass GPT-4o eine einzigartige, menschlichere Gesprächsqualität bot, die über reine Leistungsbewertungen hinausging. Nutzer beschreiben die Interaktion mit dem Modell als warm, unterstützend und nahezu empathisch – Eigenschaften, die sie in keinem anderen OpenAI-Modell mehr finden. OpenAI selbst hatte GPT-4o Anfang 2025 als „übermäßig unterstützend, aber unaufrichtig“ kritisiert und die Abschaltung als Teil einer strategischen Neuausrichtung angekündigt. Zwar wurde das Modell bereits einmal kurzfristig nach massivem Nutzerprotest wieder aktiviert, doch nun wurde die Entscheidung endgültig bestätigt. Die Firma begründete die Entscheidung mit einem extrem geringen Nutzungswert: Nur 0,1 Prozent der Nutzer wählten GPT-4o weiterhin aus. Gleichzeitig hob OpenAI hervor, dass das Feedback zu GPT-4o maßgeblich zur Entwicklung der späteren Versionen GPT-5.1 und GPT-5.2 beigetragen habe. Die Reaktionen aus der Nutzercommunity waren heftig. Viele verglichen den Verlust von GPT-4o mit dem Verlust eines vertrauten Freundes. Auf Plattformen wie X (ehemals Twitter) verbreiteten Nutzer Hashtags wie #BringBackGPT4o und drohten, ihre ChatGPT-Abonnements zu kündigen. Ein Nutzer erklärte: „Kein 4o, kein Geld. Ich werde kein weiteres Cent an OpenAI ausgeben.“ Auch CEO Sam Altman war bereits 2024 bei einem Reddit-AMA mit Forderungen nach Wiederherstellung des Modells konfrontiert – damals wurde GPT-4o vorübergehend zurückgebracht. Die Debatte zeigt ein Spannungsfeld zwischen technischer Effizienz und emotionaler Nutzerbindung. Während OpenAI sich auf Leistung und Nutzungszahlen konzentriert, spüren viele Nutzer eine Lücke, die nicht durch reine Benchmark-Verbesserungen geschlossen werden kann. GPT-4o war weniger ein technisches Werkzeug als ein emotionaler Begleiter – und dessen Verlust wird als Verlust einer menschlichen Qualität empfunden. Industrielle Beobachter sehen darin ein Warnsignal: Die Zukunft von KI liegt nicht nur in schnelleren oder leistungsfähigeren Modellen, sondern auch in der Fähigkeit, Vertrauen und Authentizität zu vermitteln. OpenAI steht vor der Herausforderung, zwischen datengetriebener Optimierung und emotionaler Nutzerbindung zu balancieren. Die Petition ist weniger ein Protest gegen ein einzelnes Modell, sondern ein Zeichen dafür, dass Nutzer KI nicht nur als Werkzeug, sondern als Gesprächspartner wünschen.

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