HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Big Four setzen KI im Alltag ein

Die Big-Four-Beratungsbüros EY, PwC und KPMG integrieren Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend in ihre täglichen Abläufe und strategische Planung. Während die Branche Milliarden in diese Technologien investiert, zeigen Interviews mit Top-Führungskräften, wie sie KI konkret im Arbeitsalltag nutzen, um Effizienz zu steigern und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Errol Gardner, globaler Vice Chair für Consulting bei EY, setzt KI hauptsächlich für die Vorbereitung auf Kundenmeetings ein. Durch gezielte Eingaben generiert er in Sekundenschnelle detaillierte Zusammenfassungen zu Branchen und spezifischen Auftraggebern. Was vor drei Jahren ein Team von Mitarbeitern über Wochen beschäftigt hätte, erledigt er nun mit wenigen Prompts. Dies ermöglicht ihm fundierte Gespräche und erhöht seine Wirkung gegenüber Kunden erheblich. Auch Dan Diasio, ebenfalls bei EY als globales KI-Leiter für Consulting tätig, nutzt ein System aus mehreren KI-Agenten. Diese überwachen kontinuierlich Nachrichten und Forschungsergebnisse, um Geschäftsstrategien auf Schwachstellen zu prüfen und neue Marktchancen zu identifizieren. Matt Wood, Chief Technology and Innovation Officer bei PwC, beschreibt eine weitere Entwicklung. Neben der klassischen Idee, KI als Kreativpartner zu nutzen, employiert er Dutzende von personalen Agenten, die ihm Aufgaben abnehmen. Sein favored Use Case ist die Simulation von Szenarien. Er lässt diese Agenten durchspielen, wie bestimmte Strategien oder sogar interne E-Mails bei der Belegschaft ankommen könnten. So kann er potenzielle Fallstricke früher erkennen und Entscheidungen datengestützter treffen. Joe Voyles, ebenfalls bei PwC, nutzt KI, um seine persönliche Gedächtnisfähigkeit zu kompensieren. Er hat sich ein digitales „zweites Gehirn" geschaffen, das Ideen und Notizen digitalisiert und verwaltet. Er beobachtet zudem, wie nicht-technische Partner ihre Arbeit grundlegend ändern, etwa indem sie Coding-Assistenten nutzen, um komplexe Finanzprüfungen statt manueller Tabellenkalkulation durchzuführen. Bei KPMG steht die ethische Einbettung und das Verständnis der Technologie im Vordergrund. Sam Gloede, Trusted AI Leader, betont, dass ständiges Lernen essenziell ist, um die Technologie beherrschen zu können. Sie nutzt Tools zur Automatisierung von E-Mails und Terminen, um den Arbeitsfluss zu optimieren. Ihr favorisiertes Instrument ist ein Recherche-Agent, der tiefe Einblicke in spezifische Märkte ermöglicht. Rob Fisher, Global Head of Advisory bei KPMG, bezeichnet KI als Turbo für sein Wissen. Um sich schnell in neue Sektoren einzuarbeiten und Fachjargon zu entschlüsseln, nutzt er LLMs, um sich vor Meetings fundiert vorzubereiten. Er hat KI auch kreativ eingesetzt, um durch visuelle Darstellungen, wie etwa spielende Delfine, die Zusammenarbeit zwischen seinen Bereichen verständlich zu machen. Zusammenfassend zeigt sich, dass KI in den Top-Positionen der beratungsintensiven Industrie nicht nur als effizienzsteigerndes Werkzeug, sondern als integraler Bestandteil strategischer Entscheidungsfindung und persönlicher Wissensverwaltung etabliert ist. Die Führungskräfte nutzen die Technologie, um schneller zu lernen, Risiken zu minimieren und strategische Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu erlangen.

Verwandte Links

Big Four setzen KI im Alltag ein | Aktuelle Beiträge | HyperAI