Trump rekrutiert 1000 Tech-Experten für Regierungsprojekte
Die Trump-Administration hat am Montag das „U.S. Tech Force“ vorgestellt, eine neue Initiative, die etwa 1.000 Ingenieure und Fachleute aus der Technologiebranche für bis zu zwei Jahre in die Bundesverwaltung entsendet. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur der Regierung zu modernisieren, insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz (KI). Die Teilnehmer arbeiten direkt mit Leitern von Bundesbehörden zusammen und kooperieren eng mit führenden Technologieunternehmen. Zu den Partnern gehören Amazon Web Services, Apple, Google Public Sector, Microsoft, Nvidia, OpenAI, Oracle, Palantir, Salesforce, Adobe, AMD, Robinhood, Uber, xAI und Zoom. Die Unternehmen haben zugesagt, ehemalige Tech Force-Mitglieder bei der Stellensuche zu unterstützen und sie für Vollzeitstellen in Betracht zu ziehen. Gleichzeitig können die Partner auch eigene Mitarbeiter für eine Dienstzeit in der Regierung vorschlagen. Die Initiative ist Teil einer breiteren Strategie der Trump-Regierung, die USA in der globalen KI-Rivalität mit China stärker zu positionieren. Sie folgt auf ein am vergangenen Donnerstag unterzeichnetes Verordnungsangebot, das einen nationalen Rahmen für KI-Politik vorgibt – ein Anliegen, das von Industrievertretern begrüßt wird, die sich gegen eine fragmentierte Regelung durch die Bundesstaaten aussprechen. Die Tech Force soll die Nutzung von KI beschleunigen, um die Regierung effizienter und verantwortungsvoller zu machen, außerdem neue Anwendungen zu entwickeln und bestehende Daten- und IT-Systeme zu modernisieren. Neben erfahrenen Fachkräften aus den Tech-Giganten sollen auch frühe Karriereabsolventen rekrutiert werden. Das Projekt wirkt wie eine Neuauflage der US Digital Service (USDS), die 2014 unter Präsident Barack Obama gegründet wurde, um digitale Dienstleistungen der Bundesbehörden zu verbessern. Doch kurz nach Amtsantritt hatte Trump die USDS aufgelöst und in die „Department of Government Efficiency“ (DOGE) integriert, später umbenannt in „DOGE Service“. Dabei wurden Dutzende Mitarbeiter entlassen, was die technische Fachkraft in der Verwaltung erheblich geschwächt hat. Nun versucht die Regierung, diese Lücke durch Partnerschaften mit den größten Tech-Unternehmen zu schließen. Ähnliche Bemühungen gab es bereits im Juni, als die US-Armee Führungskräfte von Meta, OpenAI, Palantir und Thinking Machines Lab als Berater für technologische Entwicklungen einstellte. Die Fokussierung auf KI ist eine konstante Priorität der Trump-Administration. Die jüngste Verordnung verpflichtet zudem die Bundesbehörden, staatliche KI-Regulierungen herauszufordern, um eine einheitliche nationale Politik zu gewährleisten. Die Tech Force steht damit nicht nur für eine technologische Modernisierung, sondern auch für eine tiefgreifende Neuausrichtung der Rolle der Technologie im öffentlichen Sektor – mit einem klaren Ziel: die USA als weltweit führende Kraft in der KI-Entwicklung zu stärken.
