HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Tech-Giganten setzen auf AI-Brillen für Massenmarkt

Alibaba hat mit den Quark AI Glasses einen neuen Schritt in Richtung tragbarer KI-Geräte unternommen, indem sie intelligente Brillen auf den Markt bringt, die über einen einfachen Tastendruck Zugriff auf die Qwen-KI-App des Unternehmens ermöglichen. Die Brillen, die ab 3.799 Yuan (ca. 537 US-Dollar) erhältlich sind, können für verschiedene Aufgaben genutzt werden: von der Internetrecherche und automatisierten Meeting-Notizen über Zahlungen und Musikwiedergabe bis hin zur Produktpreisabfrage per Foto über Taobao. Ziel ist es, den Alltag durch nahtlose Integration von KI-Funktionen zu erleichtern. Die Geräte sind derzeit ausschließlich in China erhältlich. Dies ist kein Einzelfall: Auch andere Tech-Riesen setzen auf den Trend der KI-Brillen. Meta kooperiert mit Oakley und Ray-Ban, um AI-Brillen anzubieten, die Anrufe tätigen, Nachrichten versenden, Videos streamen, Sprachen übersetzen und über eine KI-App auf das Internet zugreifen lassen – besonders auf Athleten ausgerichtet und ab 399 US-Dollar erhältlich. Amazon und Xiaomi folgen ebenfalls mit eigenen Angeboten. Auch kleinere Unternehmen treten in den Markt ein, was auf ein wachsendes Interesse an tragbaren KI-Geräten hindeutet. Einige Nutzergruppen profitieren bereits von diesen Geräten – etwa sehbehinderte Menschen, die über Meta-Brillen mit Freiwilligen in Echtzeit kommunizieren können, um Aufgaben wie Einkaufen oder Post öffnen zu bewältigen. Trotz dieser Fortschritte bleibt das Segment jedoch weiterhin eine Nische. Doch die Marktforschungsinstitution IDC prognostiziert ein starkes Wachstum: Von 9,4 Millionen verkauften Einheiten weltweit im Jahr 2024 sollen bis 2029 fast 20 Millionen erreicht werden. In den USA haben laut Forrester bereits 17 Prozent der Online-Adults Smart Glasses ausprobiert – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 4 Prozent im Jahr 2024. Ein entscheidender Hindernis für eine breitere Akzeptanz bleibt jedoch die Datenschutz- und Privatsphärefrage. Da diese Brillen kontinuierlich Daten sammeln, speichern und übertragen – inklusive Videoaufnahmen – bestehen erhebliche Bedenken bezüglich der Zustimmung zur Aufnahme von Personen ohne deren Wissen. Juristen warnen vor rechtlichen Konflikten, wenn das Gerät unbemerkt filmen könnte. Sicherheitsexperten fordern daher klare Regeln und transparente Datenschutzmechanismen. Industriebeobachter sehen in der KI jedoch den entscheidenden Schlüssel für den Durchbruch: Während frühere Versuche wie Google Glass scheiterten, weil sie als zu teuer oder unpraktisch galten, könnte die Integration von KI-Funktionen heute ein echtes Nutzenversprechen bieten. Wenn die Geräte nicht nur als Technik-Experimente, sondern als Alltagshilfen wahrgenommen werden, könnte sich die Akzeptanz deutlich erhöhen – vorausgesetzt, die Hersteller gelingen es, Vertrauen durch Transparenz und Sicherheit zu gewinnen.

Verwandte Links

Tech-Giganten setzen auf AI-Brillen für Massenmarkt | Aktuelle Beiträge | HyperAI