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AI-Rechtstechnik zieht 2025 Rekordfinanzierung mit Milliardeninvestitionen an

Im Jahr 2025 erlebte die Legal-Tech-Branche einen Rekordboom an Venture-Capital-Investitionen mit insgesamt 3,2 Milliarden US-Dollar, laut einer Analyse von Business Insider basierend auf Crunchbase-Daten. Dieser Anstieg wurde vor allem durch die rasante Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Rechtspraxis getrieben. Für viele Anwälte wurde KI in diesem Jahr zur Pflicht – von der automatisierten Dokumentenanalyse bis hin zu Vorhersagemodellen für Gerichtsurteile. Law Firms und General Counsel setzten KI-Tools zunehmend aus Pilotprojekten in die Produktion um, standardisierten Copilot-Lösungen für Recherche und Dokumentenerstellung und erweiterten Innovationsabteilungen sowie die Schulung junger Juristen. Diese Nachfrage trieb die Entwicklung neuer Start-ups voran, die sich auf Bereiche wie Vertragsprüfung, Unternehmensdue diligence, predictive analytics und Arbeitsvisumverwaltung konzentrieren. Dabei zeichneten sich einige Deals als besonders bedeutend ab. Legora, gegründet von Max Junestrand, schloss im Oktober eine Serie-C-Finanzierung von 150 Millionen US-Dollar ab, angeführt von Bessemer Venture Partners – ein Erfolg, der trotz angeblich nicht aktiver Fundraising-Bemühungen erzielt wurde. Die Plattform zählt mittlerweile über 400 Kunden in 40 Märkten, darunter renommierte Kanzleien wie Cleary Gottlieb und Goodwin. Eudia, gegründet von Omar Haroun, startete im Februar mit 105 Millionen US-Dollar in einer Serie-A-Runde von General Catalyst, wobei 75 Millionen nur bei der Akquisition weiterer Unternehmen freigegeben wurden. Dazu kamen die Übernahmen des irischen Anbieters Johnson Hana und des Rechtsdienstleisters Out-House, was Eudia zu einem bedeutenden Player im Bereich alternativer Rechtsdienstleistungen machte. Auch andere Start-ups erzielten starke Finanzierungen: Bench IQ, gegründet von Jimoh Ovbiagele, der zuvor bei Ross Intelligence tätig war, sicherte sich 5 Millionen US-Dollar, um KI-Modelle zu entwickeln, die die Entscheidungspräferenzen von Richtern vorhersagen. Casium, gegründet von Priyanka Kulkarni, einer ehemaligen KI-Forscherin bei Microsoft, erhielt 5 Millionen US-Dollar, um ein Software-Tool für die vollständige Verwaltung von Arbeitsvisumverfahren zu entwickeln – eine Antwort auf die zunehmende Komplexität der Migrationspolitik. Weitere bedeutende Projekte wie Covenant (von ehemaliger WeWork-Rechtsberaterin Jen Berrent), Marveri (mit Unterstützung von Anwalt Alex Spiro) und Theo Ai (mit einem KI-gestützten Settlement-Predictor) zeigen, dass die Branche sich von reinen Dokumentenmanipulation hin zu intelligenten, datengetriebenen Entscheidungshilfen entwickelt. Einige Analysten warnen vor einem möglichen Tech-Bubble, besonders bei den hohen Bewertungen einzelner Unternehmen. Doch die steigende Nachfrage von Rechtsinstitutionen und Unternehmen deutet darauf hin, dass hinter der Hype-Haltung echte Umsätze und praktische Anwendungsfälle stehen. Die Entwicklung zeigt, dass KI nicht länger nur ein Werkzeug für Effizienzsteigerung ist, sondern zunehmend zur Kernkompetenz der modernen Rechtspraxis wird – mit weitreichenden Folgen für die Arbeitsweise von Anwälten, die Struktur von Kanzleien und die Zukunft der juristischen Dienstleistungen.

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