BMS und Microsoft entwickeln KI-gestützte Früherkennung von Lungenkrebs
Bristol Myers Squibb (BMS) hat eine strategische Kooperation mit Microsoft angekündigt, um die Früherkennung von Lungenkrebs durch künstliche Intelligenz (KI) zu beschleunigen. Ziel des gemeinsamen Projekts ist es, durch den Einsatz von KI-basierten Radiologie-Workflows, die auf Microsofts Precision Imaging Network – Teil der Microsoft for Healthcare-Lösungen – laufen, die frühzeitige Diagnose von Lungenkrebs zu verbessern und den Zugang zu medizinischer Versorgung, insbesondere in benachteiligten Regionen, zu erhöhen. Die in den USA zugelassenen KI-Algorithmen analysieren automatisch Röntgen- und CT-Bilder, um schwer erkennbare Lungenknoten zu identifizieren, die oft auf frühe Stadien von Lungenkrebs hindeuten. Dadurch soll die Arbeitsbelastung von Radiologen reduziert und die klinische Effizienz gesteigert werden. Lungenkrebs bleibt die tödlichste Krebsart in den USA mit rund 227.000 Neuerkrankungen und 125.000 Todesfällen jährlich. Besonders betroffen sind medizinisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen, die seltener screening-konform versorgt werden und häufiger aus der Nachsorge verloren gehen – bei mehr als der Hälfte der Patienten mit zufällig entdeckten Lungenveränderungen. Die Kooperation nutzt Workflow-Management-Tools, um Patienten mit Lungenknoten systematisch durch den Versorgungsweg zu begleiten und die Nachverfolgung sicherzustellen. Dr. Alexandra Goncalves, Leiterin Digital Health bei BMS, betont, dass die Kombination von Microsofts skalierbaren Radiologie-Plattform mit BMS’ Expertise in Onkologie und Therapieentwicklung einen einzigartigen, KI-gestützten Workflow ermögliche, der Ärzte unterstützt, Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) früh zu identifizieren und gezielt in präzisionsmedizinische Therapien einzubinden. Andrew Whitehead, Leiter Population Health bei BMS, unterstreicht, dass Gesundheitsgleichheit kein Nebenprojekt sei, sondern in der Unternehmensstrategie verankert sei. Die Initiative soll vor allem ländliche und community-basierte Kliniken mit modernen KI-Tools ausstatten, um eine gerechtere Versorgung zu gewährleisten. Peter Durlach, Corporate Vice President bei Microsoft, sieht in der Kooperation einen klaren Nutzen für Patienten und Kliniken: „Durch die Integration von KI in den täglichen klinischen Ablauf können Ärzte potenzielle Krebszeichen früher erkennen – oft noch vor Symptomen – und Patienten schneller in den richtigen Versorgungsweg leiten.“ Die Initiative unterstreicht die zunehmende Rolle von KI in der präventiven Onkologie und demonstriert, wie Technologie und pharmazeutische Expertise zusammenwirken können, um systemische Herausforderungen im Gesundheitswesen zu lösen. BMS positioniert sich damit weiter als treibende Kraft in der Entwicklung skalierbarer, nachhaltiger Lösungen zur Verbesserung der Patientenversorgung, während Microsoft seine Rolle als Plattformanbieter für intelligente Radiologie weiter ausbaut.
