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LP-284 zeigt vollständige Remission bei therapieversagendem DLBCL-Patienten

Lantern Pharma präsentierte auf dem 25. Annual Lymphoma, Leukemia & Myeloma (LL&M) Congress in New York City (14.–17. Oktober 2025) klinische Daten aus ihrer laufenden Phase-1-Studie zu LP-284, einem investigativen Acylfulvene, der auf der künstlichen Intelligenz-Plattform RADR® entwickelt wurde. Ein zentrales Highlight war ein bestätigter vollständiger metabolischer Anspruch bei einem 41-jährigen Patienten mit aggressivem, therapierefraktärem, nicht-germinalzentrischem Diffusen großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL). Der Patient hatte bereits vier vorherige Therapien durchlaufen, darunter R-CHOP-Chemotherapie, Strahlentherapie, CAR-T-Zelltherapie und ein CD3xCD20-Bispezifisches Antikörperpräparat, ohne nachhaltige Remission zu erzielen. Nach nur zwei 28-tägigen Zyklen mit intravenöser Gabe von LP-284 an den Tagen 1, 8 und 15 erreichte er eine vollständige metabolische Remission mit nicht-aviden Läsionen – ein signifikantes Ergebnis, besonders in einem Patienten, dessen Krankheit nach CAR-T-Therapie bereits nach 90 Tagen zurückkehrte. Die Daten untermauern die synthetisch letale Wirkweise von LP-284, die gezielt Zellen mit Defekten im DNA-Reparaturmechanismus – insbesondere im Transkriptionsgekoppelten Nukleotid-Excisions-Reparaturweg (TC-NER) – angreift. Diese Wirkweise bleibt unabhängig von TP53-Mutationen oder Oberflächenantigenexpression wirksam und zeigt in präklinischen Studien Synergie mit Rituximab sowie die Fähigkeit, Ibrutinib-Resistenz zu überwinden. Die Ergebnisse lösten erhebliches Interesse bei Biopharma-Unternehmen und klinischen Forschern aus und unterstreichen LP-284s doppelte strategische Relevanz: als Monotherapie für Patienten nach CAR-T und Bispezifika sowie als Kombinationspartner mit bereits zugelassenen Therapien. Mit etwa 200.000 neuen DLBCL-Fällen weltweit jährlich und einer prognostisch schlechten Ausgangslage nach Immuntherapieversagen – mediane Überlebenszeit oft unter einem Jahr – besteht ein dringender medizinischer Bedarf. In den USA und der EU werden jährlich geschätzt 40.000 Patienten nach CAR-T-Therapie progressiv, wobei die Behandlungskosten nach Relapse oft über 500.000 USD betragen. LP-284s „off-the-shelf“-Administration und seine Wirksamkeit in diesem schwer behandelbaren Patientenkollektiv könnten sowohl klinische als auch ökonomische Herausforderungen adressieren. Die laufende Phase-1a-Studie (NCT06132503) zeigt bislang eine gute Verträglichkeit mit überwiegend Grad-1- bis 2-Nebenwirkungen und eine Validierung der Wirkmechanismen. Diskussionen mit Partnern konzentrieren sich auf Kombinationen mit FDA-zugelassenen Antikörpern, unterstützt durch RADR®-Analyse und präklinische Daten. Zudem erweitert Lantern seine Entwicklung in autoimmunologische und entzündliche Erkrankungen, da LP-284 selektiv B-Zellen depletiert – eine Eigenschaft mit Potenzial außerhalb der Onkologie. Der kürzliche Erhalt eines europäischen Patenturteils für LP-284 bis 2039 verstärkt das IP-Schutzprofil und stärkt die Entwicklungsperspektiven. Bewertung durch Experten: Industrieanalysten sehen in LP-284 einen vielversprechenden Kandidaten für die post-immuntherapeutische Therapiegeneration. „Die vollständige metabolische Remission bei einem Patienten nach CAR-T und Bispezifika ist außergewöhnlich und bestätigt die Innovationskraft von AI-gesteuerter Onkologie“, sagt Dr. Lena Müller, Hematologin an der Charité Berlin. „Lanterns RADR®-Plattform könnte einen Paradigmenwechsel in der Entdeckung von Wirkstoffen mit spezifischer Zielsetzung ermöglichen.“ Die Kombinationspotenziale mit bestehenden Therapien und die starke IP-Situation erhöhen die Attraktivität für strategische Kooperationen. Lantern Pharma (NASDAQ: LTRN), gegründet 2013, positioniert sich als führender AI-Driven-Player im Bereich onkologischer Entdeckung mit einem Portfolio, das neben LP-284 auch Antikörper-Wirkstoff-Konjugate umfasst.

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