Pathway kombiniert AWS und NVIDIA für adaptives, kontinuierlich lernendes AI-System
Pathway, ein Datenunternehmen aus Palo Alto, hat die Integration seiner bahnbrechenden post-Transformer-Architektur BDH (Dragon Hatchling) mit der NVIDIA AI-Infrastruktur und dem AWS-Cloud- und KI-Technologie-Stack angekündigt. Diese Zusammenarbeit ermöglicht eine neue Generation adaptiver und kontinuierlich lernender KI-Systeme, die sich dynamisch an sich verändernde Geschäftsbedingungen anpassen können. Im Gegensatz zu herkömmlichen Transformer-basierten großen Sprachmodellen, die statische Wissenszustände aufweisen, ermöglicht die brain-artige Architektur von BDH kontinuierliches Lernen durch dynamische Zustandsverwaltung und Hebbianische Synapsenplastizität – ein Mechanismus, der sich an biologischen neuronalen Prozessen orientiert. Dadurch können Modelle ihre internen Repräsentationen in Echtzeit an neue Informationen anpassen, was für Anwendungen mit komplexem Denken, niedriger Latenz und hoher Beobachtbarkeit entscheidend ist. Die Integration von NVIDIA Hopper-Architektur und AWS-Infrastruktur bietet die notwendige Leistungsfähigkeit für hochperformante, latenzarme Workloads und ermöglicht die Skalierung der BDH-Architektur im Unternehmensumfeld. AWS fungiert als bevorzugter Cloud-Partner von Pathway und stellt die Rechenressourcen bereit, um die adaptive Architektur effizient zu betreiben. Zuzanna Stamirowska, CEO und Mitbegründerin von Pathway, betont, dass der Markt bisher primär auf Größenzunahme – größere Kontextfenster, mehr Parameter, mehr Daten – ausgerichtet war. „Enterprise-Kunden brauchen KI, die nicht nur mehr Daten verarbeitet, sondern sich mit ihrem Geschäft entwickelt“, so Stamirowska. Die BDH-Architektur stellt einen Paradigmenwechsel dar: von statischer zu adaptiver Intelligenz. Ein zentrales Merkmal der BDH-Technologie ist die Kombination von Skalierbarkeit und Interpretierbarkeit. Während traditionelle Modelle bei Größenzunahme oft undurchsichtiger werden, führt BDH-GPU nach Angaben des Unternehmens zu einer Spezialisierung der Neuronen, die mit zunehmender Größe sogar mehr Klarheit schafft. Dieser Ansatz verbindet maschinelles Lernen mit neurowissenschaftlichen Prinzipien und eröffnet neue Möglichkeiten für transparente, nachvollziehbare KI. Zudem zeigt BDH auf allgemeiner Hardware konkurrenzfähige Leistung und Potenzial für deutlich schnellere Inferenzzeiten auf spezialisierten KI-Chips, was Betriebskosten und Latenz senken kann. Die BDH-Architektur wird ab Ende 2025 über AWS verfügbar sein, zunächst in Kooperation mit ausgewählten Kunden. Sie wird auf der AWS re:Invent in Las Vegas (1.–5. Dezember 2025) erstmals öffentlich vorgestellt. Pathway, gegründet von der Komplexitätsforscherin Zuzanna Stamirowska, zählt zu seinen Kunden unter anderem NATO, La Poste und Formel-1-Teams. Das Team umfasst AI-Pioniere wie CTO Jan Chorowski, der als erster Attention in der Sprachverarbeitung einsetzte, und CSO Adrian Kosowski, ein Quantenphysiker mit Doktorgrad im Alter von 20 Jahren. Unterstützt wird das Unternehmen von führenden Investoren, darunter Lukasz Kaiser, Mitautor des Transformer-Modells und Schlüsselentwickler von OpenAI. Industrieexperten sehen in der BDH-Architektur eine bedeutende Innovation, die die Grenzen der gegenwärtigen KI-Entwicklung überschreitet. Die Kombination aus kontinuierlichem Lernen, Echtzeit-Adaptivität und Beobachtbarkeit könnte branchenübergreifend Anwendungen in der Fertigung, Logistik, Finanzdienstleistungen und kritischen Infrastrukturen revolutionieren. Die Partnerschaft mit AWS und NVIDIA unterstreicht, dass die Zukunft der KI nicht nur in Größenwachstum, sondern in intelligenter, lebendiger und verständlicher Systemarchitektur liegt.
