NVIDIA erweitert DRIVE Hyperion-Ökosystem für volle Autonomie
Bei der CES in Las Vegas hat NVIDIA die Erweiterung seines globalen DRIVE Hyperion-Ökosystems angekündigt, das nun zahlreiche Zulieferer, Automobilintegratoren und Sensorenpartner umfasst, darunter Aeva, AUMOVIO, Astemo, Arbe, Bosch, Hesai, Magna, Omnivision, Quanta, Sony und ZF Group. Diese Kooperationen bauen auf früheren Ankündigungen bei der NVIDIA GTC in Washington, D.C., auf und zielen darauf ab, Fahrzeuge mit Level-4-Ready-Technologie für Personenverkehr und langstreckenbasierte Gütertransporte zu entwickeln. Das gemeinsame Ziel: sichere, zuverlässige und skalierbare autonome Mobilität. Durch die Integration von Rechenleistung, Sensoren und Sicherheit in einer offenen Plattform ermöglicht DRIVE Hyperion eine beschleunigte Markteinführung autonomer Systeme. Laut Ali Kani, Vice President Automotive bei NVIDIA, ist DRIVE Hyperion der „Rückgrat“ für die Transformation aller sich bewegenden Objekte in autonome Systeme. Die Plattform sorgt für Kompatibilität zwischen Hardware und Software, reduziert Testzeiten und senkt Entwicklungskosten. Ein wesentlicher Bestandteil des Ökosystems ist die wachsende Sensorpalette, die Kameras, Radar, Lidar und Ultraschalltechnologien umfasst. Unternehmen wie AUMOVIO, Aeva, Arbe, Hesai, Omnivision und Sony haben ihre Sensoren bereits auf der DRIVE Hyperion-Architektur qualifiziert. Zudem planen Astemo, Bosch, Magna, Quanta und ZF Group die Entwicklung von elektronischen Steuergeräten (ECUs) basierend auf DRIVE Hyperion. Die zentrale Rechenarchitektur ermöglicht eine synchronisierte, latenzarme Steuerung von Bremse, Federung und Lenkung durch Sensorfusion – entscheidend für hochautomatisiertes Fahren. Die Plattform nutzt zwei NVIDIA DRIVE AGX Thor SoCs auf Basis der Blackwell-Architektur und liefert mehr als 2.000 FP4-Teraflops Rechenleistung, was komplexe KI-Workloads wie Transformer-basierte Wahrnehmung, Vision-Language-Action-Modelle und generative KI in Echtzeit ermöglicht. Ein zentrales Merkmal ist die Sicherheit: DRIVE Hyperion wird durch NVIDIA Halos abgesichert, ein umfassendes Framework für Cybersicherheit und Zuverlässigkeit, das von der Cloud bis zum Fahrzeug reicht. Halos unterstützt die Zertifizierung nach globalen Standards und ermöglicht kontinuierliche Tests in Simulationen und realen Szenarien. Mit der KI-Datenfabrik und umfangreichen Simulationswerkzeugen werden autonome Systeme ständig verfeinert. Zudem stellte NVIDIA im Rahmen der CES die neue KI-Modellfamilie Alpamayo vor – speziell für die Level-4-Entwicklung optimiert, um die Entwicklung von autonomen Systemen in der Automobilindustrie zu beschleunigen. Die Kombination aus Hochleistungsrechnern, Sensorintegration, KI-Training und Simulation unterstreicht Nvidias end-to-end-Ansatz, der die Komplexität der autonomen Mobilität strukturiert und skalierbar macht. Industrieexperten sehen in der Erweiterung des DRIVE Hyperion-Ökosystems einen Meilenstein für die Etablierung von Level-4-Autonomie. Die enge Kooperation mit führenden Zulieferern und der Fokus auf offene Standards erhöhen die Glaubwürdigkeit und Skalierbarkeit. NVIDIA positioniert sich als zentraler Plattformanbieter, der nicht nur Hardware, sondern auch Software, Sicherheit und KI-Infrastruktur bereitstellt. Die Fokussierung auf Simulations- und Validierungsprozesse adressiert ein zentrales Hindernis für die Regulierung und Akzeptanz autonomer Fahrzeuge. Die Partnerschaften mit globalen Zulieferern wie Bosch, ZF und Magna stärken die Glaubwürdigkeit und zeigen, dass die Branche auf eine gemeinsame, sichere und leistungsstarke Basis setzt.
