Nvidia bestreitet Deals-Verzögerung mit OpenAI
Nvidia-Chef Jensen Huang hat Berichte über Spannungen zwischen seinem Unternehmen und OpenAI entschieden zurückgewiesen und betont, dass die geplante Investition von bis zu 100 Milliarden Dollar weiterhin „on track“ sei. In einem Interview mit CNBCs Jim Cramer erklärte Huang: „Es gibt keine Dramatik. Alles läuft nach Plan.“ Die Aussage kam nach einer Welle von Spekulationen, wonach die Partnerschaft zwischen den beiden Tech-Riesen ins Stocken geraten sei. Ursprünglich hatte die Zusammenarbeit im September mit einer Absichtserklärung offiziell bekanntgegeben werden, die eine langfristige Investition von Nvidia in OpenAI vorsah – unterstützt durch die Nutzung von Nvidia-Chips für eine neue AI-Infrastruktur mit bis zu 10 Gigawatt Stromverbrauch. Doch ein SEC-Filing im November ließ Zweifel aufkommen, da der Deal noch nicht finalisiert war. Zuletzt berichtete die Wall Street Journal, dass der Deal „eingefroren“ sei. Trotz des Rückgangs der Nvidia-Aktie um mehr als 3,4 Prozent – der größte Verlust unter den Tech-Aktien – und eines insgesamt 13-prozentigen Rückgangs seit dem Höchststand im Oktober, betonte Huang die Kontinuität der Beziehung. Er bestätigte, dass Nvidia in die nächste Finanzierungsrunde von OpenAI investieren werde, die nach Angaben von CNBC die größte private Finanzierung in der Geschichte sein könnte. „Wir werden in die nächste Runde investieren – da gibt es keinen Zweifel“, sagte er. Zudem zeigte er Interesse an zukünftigen Runden und an einer möglichen Börsennotierung von OpenAI. OpenAI hat seit Gründung auf Nvidia-Chips für die Entwicklung und Bereitstellung seiner KI-Modelle wie ChatGPT zurückgegriffen. In letzter Zeit jedoch klagte CEO Sam Altman über einen Mangel an Rechenleistung, der die Nachfrage nach den Produkten einschränkt. Um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern, hat OpenAI kürzlich Verträge mit Konkurrenten wie AMD, Broadcom und Cerebras abgeschlossen. Auf X (ehemals Twitter) reagierte Altman auf die Gerüchte: „Wir lieben die Zusammenarbeit mit NVIDIA – sie bauen die besten KI-Chips der Welt. Wir hoffen, dass wir ein riesiger Kunde für eine sehr lange Zeit bleiben. Ich verstehe nicht, wo all der Wahnsinn herkommt.“ Die Aussagen von Huang und Altman unterstreichen die strategische Bedeutung der Partnerschaft trotz wachsender Komplexität. Für die Branche ist die Kooperation zwischen einem Chip-Hersteller und einem führenden KI-Labor ein Schlüsselmoment in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz. Analysten sehen in der Investition von Nvidia in OpenAI nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine technologische Allianz, die die Zukunft der KI-Infrastruktur prägen könnte. Nvidia bleibt trotz Wettbewerbsdruck und Marktschwankungen ein zentraler Akteur, während OpenAI seine Rechenkapazitäten ausbauen muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Fortsetzung der Zusammenarbeit könnte entscheidend sein für die Skalierung von KI-Systemen in der nächsten Phase der digitalen Transformation.
