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Trump-Visagebühr bedroht Startups und Innovation

Präsident Donald Trumps geplante Erhöhung der H-1B-Visa-Gebühr auf 100.000 US-Dollar hat erneut die Technologiebranche in Silicon Valley in Aufruhr versetzt. Drei führende AI-Unternehmer haben ihre Besorgnis über die Auswirkungen auf Startups und Innovation zum Ausdruck gebracht. Arvind Jain, CEO von Glean, einem Unternehmen für künstliche Intelligenz und Unternehmenschatbots mit einer Bewertung von 7,2 Milliarden US-Dollar, betont, dass der Zugang zu globaler Talentierung entscheidend für Innovation sei. Geboren in Indien, kam er als junger Mann in die USA und gründete 2019 Glean. Er warnte, dass die neue Gebühr die Entwicklung von Startups behindern und die Vielfalt der Perspektiven, die Innovation antreibt, schwächen würde. Obwohl Glean keine genauen Zahlen zu H-1B-Visa-Inhabern preisgab, bestätigte das Unternehmen, dass die Hiring-Strategie unverändert bleibt und die globale Talentakquise weiterhin Priorität hat. May Habib, CEO und Mitgründerin von Writer – einer Plattform für künstliche Intelligenz, die eigene Sprachmodelle entwickelt – sieht in der Gebühr eine erhebliche Gefahr für den Wettbewerb im Startup-Sektor. Sie selbst kam als Ausländerin aus dem Libanon in die USA und baute mit ihrem Team ein AI-Unternehmen auf, das bereits nahe an einer Bewertung von zwei Milliarden Dollar liegt. Sie warnte, dass Startups mit nur 20 Mitarbeitern sich die 100.000-Dollar-Gebühr nicht leisten könnten, was Big Tech wie Meta, Apple, Amazon, Netflix und Google (FAANG) weiteren Vorteil verschaffen würde. „Das schafft eine weitere Barriere für die Innovation, die Amerika jahrzehntelang vorangetrieben hat“, sagte sie. Writer hat derzeit zehn Mitarbeiter mit H-1B-Visa, und die Pläne für die Einstellung bleiben unverändert. Suzanne Rabicoff, Gründerin des Think Tanks The Pie Grower, sieht die Maßnahme kritisch, aber auch als Chance. Sie argumentiert, dass die Gebühr eine „performative Überkorrektur“ sei, die Unternehmen dazu zwingen soll, auf US-amerikanische Talente umzustellen. Sie verweist auf einen Beitrag von Phil Fersht, der vorschlägt, die 100.000-Dollar-Gebühren in Ausbildungsprogramme für Absolventen zu investieren – etwa in Cloud-Operations, Daten-Engineering oder angewandte KI. Rabicoff betont, dass die USA über genügend talentiertes Nachwuchspersonal verfügen, das nur noch ausgebildet werden müsse. Ohne diese Investitionen werde die Politik nur den etablierten Tech-Riesen zugutekommen, die sich die hohen Kosten leisten können. „Wer gewinnt wirklich kurzfristig? FAANG – und sie werden weiterhin nur gegeneinander kämpfen“, so Rabicoff. Die Reaktionen zeigen eine breite Sorge, dass die Politik die Innovationskraft des US-Technologie-Ökosystems gefährdet, indem sie Startups benachteiligt und Big Tech weiter stärkt. Experten warnen, dass die Entwicklung von KI und digitaler Transformation nicht nur von Technologie, sondern auch von vielfältigen, globalen Teams abhängt. Ohne Zugang zu internationalen Talenten könnte die US-Technologie führend in der Welt langfristig an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

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