MrBeast warnt vor der KI-Überflutung im kreativen Bereich
AI-Überschwemmung bedroht die kreative Industrie – auch MrBeast ist besorgt. Der YouTube-Star Jimmy Donaldson, bekannt als MrBeast, hat kürzlich auf X (früher Twitter) öffentlich Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Menge an künstlich generierten Inhalten geäußert. Er fragte sich, was passieren wird, wenn AI-Videos nicht mehr von echten Produktionen zu unterscheiden sind, und warnte vor den Folgen für YouTube und die Millionen von Content-Creators, die davon leben. „Beklemmende Zeiten“, schrieb er, unterstreichen damit eine wachsende Angst in der kreativen Szene. Obwohl seine Aussage nicht neu ist, gewinnt sie Gewicht, weil sie von einem der einflussreichsten Influencer der Plattform kommt – jemand, der selbst eine Milliardenindustrie aufgebaut hat. Die zugrundeliegende Angst: Künstliche Intelligenz könnte die Grundlage der kreativen Arbeit untergraben. Während Unternehmen wie OpenAI von einem „kreativen Sprung“ sprechen – etwa mit dem Video-Generator Sora, der hochrealistische Szenen ohne menschliche Beteiligung erstellt – befürchten Kreative, dass der Wert von Authentizität und menschlicher Erfahrung verloren geht. MrBeasts eigenes Unternehmen, das vor Kurzem eine Bewertung von 5 Milliarden Dollar erreichte, leidet dennoch unter massiven Verlusten – mehr als 110 Millionen Dollar im Jahr 2024. Die hohen Kosten für Live-Produktionen, Aktionen und Teams machen das Geschäft extrem anfällig. Im Gegensatz dazu wäre die Erstellung von AI-Inhalten extrem kostengünstig – ein Faktor, der die Chancen für kleine oder neue Kreative weiter schmälern könnte. Auch die Filmindustrie reagiert mit Sorge. Die Einführung von Tilly Norwood, einer künstlichen Schauspielerin aus dem Unternehmen Particle6, hat in Hollywood für Aufregung gesorgt. Obwohl sie keine echte Person ist, werden angeblich Agenten an ihr interessiert. Doch die Reaktionen aus der Szene sind gemischt: Viele sehen in ihr eine absurde Entwicklung. Denn der Kern von Kunst liegt nicht in der technischen Perfektion, sondern in der menschlichen Verbindung – Emotionen, Authentizität, die Unvollkommenheit, die Geschichten erzählen. MrBeasts Inhalte funktionieren genau deshalb, weil sie echte Menschen in extreme, emotionale Situationen bringen – eine Dynamik, die Algorithmen nicht nachahmen können, egal wie viele Rechenleistung sie nutzen. Industrielle Experten warnen daher: Der Markt wird nicht auf AI-Produkte reagieren, solange sie keine menschliche Tiefe bieten. Konsumenten wollen Geschichten, nicht generierte Bilder. Die Angst vor AI ist also weniger eine Angst vor Technologie als eine Angst vor der Entwertung menschlicher Arbeit und kreativer Identität. In diesem Sinne ist MrBeasts Warnung weniger eine Panikreaktion als eine Mahnung: Wenn wir die menschliche Dimension aus der Kunst verdrängen, verlieren wir das, was sie wirklich wertvoll macht.
