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Walmart revolutioniert mit künstlicher Intelligenz seine Logistik und Geschäfte

Walmart ist auf dem Weg, zu einer unerwarteten Kraft im Bereich Künstliche Intelligenz zu werden – und das dank seiner einzigartigen Position als weltgrößter Einzelhändler mit einer riesigen physischen Infrastruktur. Während die meisten AI-Unternehmen wie OpenAI, Microsoft oder Meta sich auf digitale Datenverarbeitung konzentrieren, setzt Walmart auf die Anwendung von KI in der realen Welt: von der Optimierung von Lieferketten bis hin zur automatisierten Warenplatzierung in über 4.700 Geschäften. Seit etwa 2015 entwickelt das Unternehmen maschinelles Lernen und Automatisierungslösungen, um die Bewegung von Milliarden von Produkten pro Jahr zu steuern. Ein zentrales Werkzeug sind sogenannte „digitale Zwillinge“ – virtuelle Nachbildungen jeder Filiale, die den Warenfluss simulieren und die Lagerung präzise planen. Diese Technologie hilft, Produkte genau dann und dort zu positionieren, wo sie benötigt werden – etwa im Milchregal, wenn ein Spill auftritt oder ein Nachschub nötig ist. Auch in den Filialen wird KI zunehmend eingesetzt: Mitarbeiter nutzen heute AI-Chatbots auf ihren mobilen Geräten, um Prioritäten zu setzen und Kunden besser zu unterstützen. „Es ist eine Kombination aus Menschen, die durch Technologie gestärkt werden“, betont Walmart-CEO John Furner. Die KI unterstützt nicht nur die Logistik, sondern auch die Entscheidungsfindung in einem dynamischen Umfeld. Gleichzeitig beschleunigt KI die E-Commerce-Operationen: Wie David Guggina, Leiter des E-Commerce-Bereichs, berichtet, können Datenanalysen, die früher Tage oder Wochen dauerten, nun in Minuten erledigt werden. Dadurch wird die Bestellabwicklung schneller und präziser, und die Lieferzeiten sinken auf wenige Minuten nach der Bestellung – dank einer lokalen Produktanpassung, die die Bedürfnisse einzelner Standorte berücksichtigt. Zusätzlich arbeitet Walmart mit „Micro-Agents“, kleinen KI-Systemen, die Aufgaben wie die Überwachung von lokalen Veranstaltungskalendern oder die Inventurverfolgung übernehmen. Allerdings gab es Anfangs Probleme mit der Vielzahl dieser spezifischen Agenten, die Benutzer verwirrten. Daraufhin integrierte Walmart sie in vier „Super-Agenten“, die spezifischen Nutzergruppen wie Kunden, Verkäufer, Entwickler und Drittanbieter auf dem Marktplatz unterstützen. Diese zentrale Steuerung verbessert die Benutzererfahrung erheblich. Walmart verstärkt seine KI-Strategie zudem durch strategische Rekrutierungen – wie die Einstellung von Daniel Danker, ehemaliger Führungskraft bei Instacart – und eine enge Partnerschaft mit OpenAI. Seit Juli steht nun ein spezielles Trainingsprogramm für Mitarbeiter zur Verfügung, und Sam’s Club-Mitarbeiter erhalten Zugriff auf ChatGPT-Tools, um ihre Warenlager effizienter zu betreiben. Während Chatbots gelegentlich falsche Antworten geben können, lässt sich ein kalter Milchkarton auf der Türschwelle nicht vortäuschen – ein Vorteil, den nur physische Systeme bieten können. Insgesamt zeigt sich, dass Walmart nicht nur ein Einzelhändler ist, sondern ein Pionier der physischen KI. Seine riesige globale Technik-Teams von 20.000 Mitarbeitern baut viele Lösungen intern, was Flexibilität und Geschwindigkeit ermöglicht. Obwohl die Reise noch im „dritten Innings“ steckt, ist Walmart längst kein Nachzügler, sondern ein ernstzunehmender Akteur im globalen AI-Wettbewerb – besonders dort, wo digitale Intelligenz mit physischer Wirkung verbunden wird.

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