AI-Infra-Startup Modal Labs will $2,5-Mrd-Valuation anstreben
Modal Labs, ein Startup spezialisiert auf Infrastruktur für die KI-Inferenz, befindet sich in Gesprächen über eine neue Finanzierungsrunde mit einem geschätzten Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar, berichten vier mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Sollte die Finanzierung abgeschlossen werden, würde dies die Unternehmensbewertung mehr als verdoppeln – im Vergleich zu der vor weniger als fünf Monaten angekündigten Bewertung von 1,1 Milliarden Dollar. General Catalyst soll die führende Rolle bei der Runde übernehmen, wobei die Verhandlungen noch in einem frühen Stadium sind und die Bedingungen sich ändern könnten. Modal und General Catalyst haben auf Anfrage keine Stellungnahme abgegeben. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Optimierung der KI-Inferenz, also den Prozess, bei dem bereits trainierte KI-Modelle verwendet werden, um auf Benutzeranfragen zu antworten. Durch verbesserte Effizienz bei der Inferenz können Rechenkosten gesenkt und die Antwortzeiten zwischen Nutzereingabe und KI-Antwort erheblich verkürzt werden – ein entscheidender Faktor für skalierbare und reaktionsschnelle KI-Anwendungen. Modal ist Teil einer wachsenden Gruppe von Unternehmen, die sich speziell auf die Inferenz spezialisieren und zunehmend Aufmerksamkeit von Investoren genießen. Im letzten Jahr zeigte sich ein deutlicher Trend: Der Konkurrent Baseten kündigte eine Finanzierung von 300 Millionen Dollar bei einer Bewertung von fünf Milliarden Dollar an – mehr als das Doppelte der Bewertung von nur wenigen Monaten zuvor. Fireworks AI, ein Anbieter von Inferenz-Cloud-Infrastruktur, sicherte im Oktober 250 Millionen Dollar bei einer Bewertung von vier Milliarden Dollar. Auch vLLM, ein Open-Source-Projekt für effiziente Inferenz, wurde im Januar als Startup namens Inferact neu gegründet und erhielt 150 Millionen Dollar aus der Seed-Runde, angeführt von Andreessen Horowitz, mit einer Bewertung von 800 Millionen Dollar. Ebenfalls im Trend: Das Team hinter SGLang gründete RadixArk, das nach Angaben von Quellen 400 Millionen Dollar bei einer Seed-Finanzierung bei Accel erhielt. Modal wurde 2021 von CEO Erik Bernhardsson gegründet, der über 15 Jahre Erfahrung in der Leitung von Daten- und Technikteams bei Unternehmen wie Spotify und Better.com sammelte, wo er als CTO tätig war. Zu den früheren Investoren zählen Lux Capital und Redpoint Ventures. Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen das wachsende Interesse an spezialisierten Inferenzplattformen, die als Schlüsselkomponenten für die effiziente und kostengünstige Nutzung von KI im Produktivbetrieb gelten. Industrieexperten sehen in der Entwicklung eine Reaktion auf die steigende Nachfrage nach skalierbaren und leistungsfähigen KI-Infrastrukturen, insbesondere mit dem Aufkommen von großen Sprachmodellen und generativer KI. Die hohe Bewertung von Modal und anderen Infrastruktur-Startups spiegelt nicht nur technologische Fortschritte wider, sondern auch die Erkenntnis, dass die Effizienz der Inferenz ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Mit einem jährlichen Laufzeitumsatz (ARR) von etwa 50 Millionen Dollar zeigt Modal bereits ein starkes Wachstum. Die geplante Finanzierung könnte die Expansion in neue Märkte und die Weiterentwicklung der Plattform beschleunigen.
