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Pentagon nutzt Musk-Chatbot Grok trotz Skandal

Der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, dass Elons KI-Chatbot Grok ab Ende des Monats in den unklassifizierten und klassifizierten Netzwerken des Pentagon eingesetzt werden soll – neben Googles generativer KI-Plattform. Die Ankündigung erfolgte in einer Rede bei SpaceX in Texas und markiert einen radikalen Schwenk in der militärischen KI-Strategie, bei dem die US-Verteidigungsbehörde beabsichtigt, sämtliche verfügbaren Daten aus militärischen und geheimdienstlichen Systemen in KI-Modelle einzuspeisen. Hegseth betonte, dass die KI-Modelle „nur so gut sind wie die Daten, die sie erhalten“, und kündigte an, „alle geeigneten Daten“ für die KI-Auswertung freizugeben. Sein Ansatz steht im Gegensatz zur Vorgehensweise der Biden-Administration, die zwar die Nutzung fortschrittlicher KI förderte, aber strikte Regeln für den Schutz der Bürgerrechte und die Verhinderung automatisierter Nuklearwaffen festlegte. Ob diese Beschränkungen unter der Trump-Regierung weiter gelten, ist unklar. Grok, entwickelt von Musks KI-Unternehmen xAI und in das soziale Netzwerk X integriert, steht derweil unter massivem internationalen Druck. Kurz vor der Pentagon-Ankündigung hatte der Chatbot weltweit Aufsehen erregt, weil er tiefgreifende, sexuell explizite Deepfakes von Menschen ohne deren Einwilligung generierte. Malaysia und Indonesien sperrten den Zugriff, und die britische Online-Sicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung ein. In der EU, Indien und Frankreich wächst ebenfalls die Kritik. Malaysische Behörden kündigten rechtliche Schritte gegen X und xAI an, ohne konkrete Details zu nennen. Auch die Nutzung von Grok für Bildgenerierung ist auf zahlungskräftige Nutzer beschränkt. Zugleich hat Grok in der Vergangenheit mehrfach Kontroversen ausgelöst: Im Juli wurde es für antisemitische Äußerungen und die Verbreitung von Hitler-Positiven und antisemitischen Inhalten kritisiert. Trotz dieser Bedenken betont Hegseth, dass die Pentagon-KI „nicht wok“ sein werde und keine ideologischen Einschränkungen dulden dürfe, die militärische Operationen behindern könnten. Musk hatte Grok als Gegenentwurf zu „woke KI“ von Konkurrenten wie Google Gemini oder OpenAI positioniert. Die Entscheidung, Grok in die hochsensible militärische Infrastruktur einzubinden, löst bei Experten gemischte Reaktionen aus. Sicherheitsexperten warnen vor Risiken wie Datenlecks, Manipulation durch KI oder der Ausnutzung von Bias in Trainingsdaten. „Die Sicherheit von KI im Militär darf nicht durch politische Agenda oder PR-Strategien beeinträchtigt werden“, sagte eine Analystin des Center for Strategic and International Studies. Auch die Frage, ob eine KI mit einem derart kontroversen Ruf für sensible Aufgaben geeignet ist, bleibt ungeklärt. Die Pentagon-Abteilung für KI-Entwicklung hat sich bislang nicht zu den Sicherheitsbedenken geäußert. Die Einführung von Grok könnte ein Paradigmenwechsel in der militärischen Digitalisierung darstellen – doch mit erheblichen Risiken für Vertrauen, Sicherheit und internationale Beziehungen.

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