Vartis Space stellt open-source Uhr für tiefen Raum vor
Vartis Space Corp. hat in Toronto die Einführung des „Vartis Space Clock“ angekündigt, eines bahnbrechenden Open-Source-Frameworks zur unabhängigen Synchronisation von Zeitreferenzen im tiefen Weltraum. Ziel ist es, eine eigenständige Zeitinfrastruktur zu schaffen, die nicht mehr auf terrestrische Signale wie GPS oder terrestrische Atomuhren angewiesen ist. Der Vartis Space Clock ermöglicht es Raumfahrzeugen und Weltraumstationen, einen gemeinsamen „Nullzeitpunkt“ zu definieren – einen konzeptionell zeitlichen Bezugspunkt, der unabhängig von physischen Standorten existiert und stabil bleibt, selbst wenn Kommunikationsverbindungen zur Erde unterbrochen sind. Dies ist besonders entscheidend für zukünftige Missionen im Erd-Mond-System, auf dem Mars oder jenseits des Sonnensystems, wo Verzögerungen in der Signalübertragung die Zuverlässigkeit von Erde-basierten Zeitreferenzen erheblich beeinträchtigen. Die Technologie basiert auf einer Kombination aus präzisen, auf Raumfahrttauglichen Atomuhren, kryptografisch gesicherten Zeitstempel-Protokollen und einem dezentralen Zeitverifizierungssystem, das auf konsensbasierten Algorithmen beruht. Dadurch können mehrere Raumfahrzeuge oder Stationen in der Nähe des Mondes oder im interplanetaren Raum eine gemeinsame, konsistente Zeitachse aufbauen, die unabhängig von der Erde funktioniert. Die Open-Source-Veröffentlichung des Frameworks soll Entwicklern, Raumfahrtorganisationen und Forschungseinrichtungen weltweit den Zugang zu dieser neuen Zeitinfrastruktur ermöglichen und die Entwicklung interoperabler Systeme fördern. Die Ankündigung erfolgt im Kontext des wachsenden Interesses an einer eigenständigen Raumzeitinfrastruktur, insbesondere im Rahmen der NASA-„Artemis“-Missionen und internationaler Bemühungen um eine dauerhafte Mondpräsenz. Ohne eine solche unabhängige Zeitbasis sind koordinierte Aktionen – wie Landungen, Kommunikation zwischen Modulen oder automatisierte Manöver – mit erheblichen Risiken behaftet. Der Vartis Space Clock adressiert dieses Problem durch eine neuartige Konzeption von „zero-time points“, die nicht an einen geografischen Ort gebunden sind, sondern auf physikalischen und kryptografischen Prinzipien basieren. Industrieexperten sehen in der Initiative eine entscheidende Voraussetzung für die Zukunft der Raumfahrt. „Die Zeit ist das letzte verbliebene Ressource, die wir noch nicht dezentralisiert haben“, sagt Dr. Lena Müller, Raumfahrttechnologin am Canadian Space Agency. „Wenn wir in den Weltraum expandieren, brauchen wir eine Zeit, die nicht von der Erde abhängt. Vartis Space Clock ist ein Meilenstein in Richtung einer echten Weltraum-Zeitwirtschaft.“ Vartis Space Corp., ein kanadisches Start-up mit Fokus auf Weltraumtechnologie und dezentrale Infrastrukturen, hat bereits Partnerschaften mit mehreren europäischen und nordamerikanischen Raumfahrtunternehmen geschlossen, um den Vartis Space Clock in Testmissionen zu integrieren. Die Plattform ist ab sofort über GitHub zugänglich und wird kontinuierlich von einer globalen Entwicklergemeinschaft weiterentwickelt.
