Brookfield und Bloom Energy kooperieren bei AI-Infrastruktur mit 5 Milliarden-Dollar-Deal
Bloom Energy (NYSE: BE), ein weltweit führender Anbieter von Energielösungen, und Brookfield haben eine strategische Partnerschaft im Wert von 5 Milliarden US-Dollar angekündigt, um die Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) neu zu gestalten. Dieser Schritt markiert den ersten Abschnitt einer gemeinsamen Vision, die weltweit sogenannte „KI-Fabriken“ aufbauen soll, um die steigenden Anforderungen an Rechenleistung und Energie durch KI-Systeme zu erfüllen. KI-Fabriken erfordern eine enge Integration von Rechenleistung, Energieversorgung, Datenzentrenarchitektur und Kapital. Die Partnerschaft zielt darauf ab, schnell und skalierbar Energieinfrastruktur für die nächste Generation von KI-Datenzentren bereitzustellen. Die Aktien von Bloom Energy stiegen am Montag um mehr als 30 Prozent, nachdem das Unternehmen die Vereinbarung mit Brookfield bekanntgegeben hatte. Brookfield wird bis zu 5 Milliarden Dollar in die Technologie von Bloom Energy investieren, um Brennstoffzellen für KI-Datenzentren einzusetzen. Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam daran, weltweit „KI-Fabriken“ zu entwickeln und bauen bereits einen Standort in Europa, der vor Jahresende vorgestellt werden soll. Bloom Energy’s Brennstoffzellen liefern Strom vor Ort und können unabhängig vom Stromnetz betrieben werden, was eine schnelle Bereitstellung ermöglicht. Die Technologie ist bereits in mehreren hundert Megawatt in Projekten mit Unternehmen wie American Electric Power, Equinix und Oracle eingesetzt. Diese „Hinter-dem-Zähler“-Lösungen sind entscheidend, um die Lücke im bestehenden, oft veralteten US-amerikanischen Stromnetz zu schließen, das sich nicht schnell genug an die steigenden Energiebedarfe durch KI-Datenzentren anpassen kann. Die Pläne der KI-Industrie sind enorm: Nvidia und OpenAI haben kürzlich eine Zusammenarbeit angekündigt, die 10 Gigawatt an Datenzentrenkapazität umfasst – eine Menge Energie, die vergleichbar mit dem täglichen Verbrauch von New York City während heißer Sommertage ist. Doch die Ausweitung der Datenzentren droht, die Strompreise für Verbraucher weiter zu erhöhen. Deshalb wird zunehmend betont, dass Energieerzeugung direkt vor Ort, also „hinter dem Zähler“, unerlässlich ist, um die Energieversorgung zu stabilisieren und die Netze zu entlasten. Sikander Rashid, globaler Leiter für KI-Infrastruktur bei Brookfield, betonte: „KI-Infrastruktur muss wie eine Fabrik gebaut werden – mit Zielstrebigkeit, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.“ Auch Bloom Energy-CEO KR Sridhar unterstrich die Notwendigkeit, die Energieversorgung für KI-Fabriken neu zu denken. Nvidia-Chef Jensen Huang hatte bereits vor Kurzem gegenüber CNBC betont, dass die KI-Branche Energie außerhalb des öffentlichen Stromnetzes erzeugen müsse, um schnell genug zu reagieren und die Strompreise für Verbraucher nicht weiter zu erhöhen. „Datenzentren, die selbst Strom erzeugen, können viel schneller vorankommen als die Erweiterung des Stromnetzes“, sagte Huang am 8. Oktober. Die neue Partnerschaft zwischen Bloom Energy und Brookfield soll genau diesen Ansatz voranbringen und die Grundlage für eine nachhaltige, schnelle und leistungsfähige Energieversorgung für die KI-Ära schaffen.
