Künstliche Intelligenz treibt iPhone-Kosten hoch und belastet Apple-Profite
Die rasante Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) hat erhebliche Auswirkungen auf die Lieferketten der Elektronikindustrie – und Apple steht vor einer neuen Herausforderung für seine Profitmargen. Laut aktuellen Berichten steigen die Kosten für Bauteile in iPhones, da der Bedarf an Speicherchips und Prozessoren, insbesondere von High-End-Modellen, durch KI-Unternehmen massiv ansteigt. Unternehmen wie NVIDIA, Google und Meta investieren Milliarden in KI-Infrastruktur, was die Nachfrage nach hochwertigen Halbleitern in die Höhe treibt und gleichzeitig die Verfügbarkeit für andere Hersteller einschränkt. Insbesondere die Herstellung von High-End-Speicherchips wie HBM (High Bandwidth Memory) und leistungsfähigen Prozessoren, die für KI-Anwendungen unerlässlich sind, wird zunehmend knapper. Diese Komponenten werden auch in iPhones verwendet, besonders in den neuesten Modellen mit integrierter KI-Funktion, wie der neuen A18-Baureihe, die künftig verstärkt auf lokale KI-Verarbeitung setzt. Da Apple seine eigenen Chips entwickelt, ist es besonders betroffen, wenn die Fertigungskapazitäten für diese hochspezialisierten Bauteile durch KI-Unternehmen beansprucht werden. Zusätzlich zu den gestiegenen Materialkosten drohen auch Lieferverzögerungen und Engpässe, da die Produktion von Speicherchips und Prozessoren auf wenigen globalen Fertigungsstandorten konzentriert ist – vor allem in Taiwan und Südkorea. Die Nachfrage aus dem KI-Sektor führt zu Priorisierungen bei Chiplieferungen, was Apple, das nicht wie die großen KI-Unternehmen über eigene Rechenzentren verfügt, benachteiligt. Die Folge: Apple könnte gezwungen sein, höhere Preise für iPhones zu verlangen oder die Margen zu reduzieren, um die Wettbewerbsfähigkeit zu wahren. Experten befürchten, dass die KI-Revolution, die ursprünglich als Chance für Apple galt, nun zu einer Kostenlast wird – besonders wenn die Nachfrage nach KI-optimierten Geräten nicht ausreicht, um die höheren Produktionskosten zu kompensieren. Industrieanalysten sehen in diesem Trend eine tiefgreifende Umstrukturierung der Halbleiterindustrie. „Die KI-Revolution ist kein reiner Wettbewerb um Technologie mehr, sondern ein Kampf um Ressourcen“, sagt ein Experte von Gartner. „Hersteller wie Apple müssen jetzt nicht nur innovativ sein, sondern auch strategisch in die Lieferketten investieren.“ Apple hat bereits Maßnahmen angekündigt, um die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu verringern, darunter die Ausweitung eigener Chip-Fertigungsbeziehungen und Partnerschaften mit Herstellern wie TSMC. Doch die KI-Nachfrage wird voraussichtlich noch Jahre anhalten, was bedeutet, dass Apple in den kommenden Quartalen mit höheren Kosten und möglicherweise sinkenden Margen rechnen muss. Insgesamt zeigt sich, dass der KI-Boom zwar neue Möglichkeiten für Innovation bietet, aber gleichzeitig die wirtschaftliche Stabilität etablierter Technologiekonzerne wie Apple unter Druck setzt – besonders wenn die Kosten für Schlüsselkomponenten weiter steigen.
