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SAP-CFO: KI treibt Produktivität an – weniger Personal, mehr Software

Bei einem kürzlich in San Francisco stattgefundenen Technologie-Event traf sich der Finanzchef von SAP, Dominik Asam, mit einem Journalisten, um über die Rolle künstlicher Intelligenz im Unternehmen zu sprechen. Asam, der als einer der führenden CFOs Europas gilt, offenbarte, dass er selbst intensiv KI-Tools wie Perplexity nutzt – vor allem für Recherchen und die Vorbereitung von Präsentationen. Er nutzt die KI, um schnell Daten zu sammeln, beispielsweise, um die These „Software frisst die Welt“ mit Zahlen zu untermauern. Eine aktuelle Analyse ergab, dass bereits 28 Prozent des MSCI World Index aus IT-Unternehmen besteht – mehr als doppelt so viel wie der Finanzsektor mit 18 Prozent. Zudem seien neun der zehn weltweit wertvollsten Unternehmen aus dem Technologiebereich, wobei Broadcom kürzlich Berkshire Hathaway verdrängt habe – ein deutliches Zeichen für die dominierende Rolle der Softwarebranche. Innerhalb von SAP setzt man KI bereits massiv ein, um Prozesse zu optimieren. Besonders in den Back-Office-Abteilungen, wo Tausende Mitarbeiter tätig sind, werden Routineaufgaben automatisiert, um die Produktivität zu steigern. Auch die eigene Entwickler-Community von über 30.000 Softwareingenieuren wird mit KI-Coding-Tools ausgestattet, um die Softwarequalität zu erhöhen und Entwicklungszyklen zu verkürzen. Asam sieht hier einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil: Während viele Kunden möglicherweise versuchen, ihre Software intern mit KI zu entwickeln, sei SAP in der Lage, einen systematischen, unternehmensweiten Transformationsprozess voranzutreiben. „Wer hat den größeren Vorteil? Ein unerfahrener IT-Team eines Industriekonzerns mit KI-Tools – oder SAP mit 30.000 Entwicklern, die auf einer KI-Infrastruktur arbeiten?“, fragt er rhetorisch. Asam ist klar: KI ist kein Option, sondern eine Notwendigkeit. Er warb dafür, dass SAP und seine Kunden durch KI besser werden – vorausgesetzt, die Innovationsgeschwindigkeit bleibt hoch. „Ich werde brutal: Es geht darum, mehr und bessere Software mit weniger Menschen zu produzieren“, sagte er. Automatisierung führe dazu, dass bestimmte Aufgaben wegfallen, sodass bei gleichem Output weniger Personal benötigt wird. Dies ist zentraler Bestandteil des neuen fünfjährigen Unternehmensplans, der auf höhere Produktivität und gesteigerte Gewinnmargen abzielt. Die Botschaft ist klar: KI ist ein doppelschneidiges Schwert. Wer sie schnell und effektiv nutzt, profitiert – wer sie versäumt, riskiert Rückstand und Verlust. SAP setzt deshalb alles daran, nicht hinterherzuhinken. „Wir arbeiten Tag und Nacht, um nicht zurückzubleiben“, betonte Asam. Einige Analysten sehen in Asams Ansatz eine realistische, wenn auch radikale Antwort auf die KI-Revolution. SAP, das mit einer Marktkapitalisierung von über 200 Milliarden Euro zu den führenden Softwareunternehmen Europas zählt, positioniert sich als KI-Enabler – nicht nur für Kunden, sondern auch für sich selbst. Die Integration von KI in Entwicklungsprozesse könnte langfristig die Wettbewerbsfähigkeit stärken, birgt aber auch Risiken, wenn die Umstellung misslingt oder Mitarbeiter entmutigt werden. Dennoch bleibt die Botschaft: Wer KI nicht nutzt, wird verdrängt.

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