MathWorks präsentiert AI für sicherheitskritische Systeme auf NeurIPS 2025
Bei der NeurIPS 2025 in San Diego präsentiert MathWorks, der führende Entwickler mathematischer Berechnungssoftware, Lösungen für die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) in sicherheitskritischen Systemen. Im Rahmen der weltweit führenden Konferenz für maschinelles Lernen und kognitive Neurowissenschaften zeigt das Unternehmen, wie MATLAB® und Simulink® Ingenieure und Wissenschaftler dabei unterstützen, KI-gestützte Systeme für Anwendungen in der Elektrifizierung, Robotik und sicherheitskritischen Industrien zu entwerfen, zu verifizieren und in Produktion zu bringen. Mit einem Stand in Booth #732 demonstriert MathWorks drei praxisnahe Anwendungen, die die Integration von KI in technische Systeme durch Modellbasiertes Design (Model-Based Design) beschleunigen. Ein zentrales Thema ist die Überwindung der Kluft zwischen akademischen KI-Errungenschaften und industrieller Zuverlässigkeit. Lucas Garcia, AI-Product-Manager bei MathWorks, betont in einer Vortragspräsentation am 2. Dezember, dass KI in Bereichen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilindustrie und Gesundheitswesen nicht nur leistungsstark, sondern auch verifizierbar, erklärbar und sicher sein muss. Er zeigt, wie formale Verifikation, Erklärbarkeit und Laufzeitüberwachung Black-Box-Modelle in zertifizierbare Systeme verwandeln können – unabhängig davon, ob die Modelle in PyTorch, ONNX oder MATLAB entwickelt wurden. Im ersten Demo-Beispiel wird ein künstlicher Sensor zur Schätzung des Ladezustands (State-of-Charge, SOC) von Batterien vorgestellt. Hier kombiniert MATLAB physikalische Modelle mit KI, um präzise, robuste und effiziente Schätzungen zu liefern – entscheidend für Elektrofahrzeuge und Energiespeicher. Die gesamte Entwicklung von der Simulation über Modellkompression bis zur generierten Produktionscode-Abgabe wird in Echtzeit gezeigt. Ein weiterer Fokus liegt auf der Echtzeit-Pose-Schätzung für Roboter und autonome Systeme. Mit MATLAB werden Modelle aus PyTorch oder ONNX optimiert und auf NVIDIA Jetson AGX Orin-GPUs deployt, wobei der gesamte Prozess von der Prototypenentwicklung bis zur Einbettung in ressourcenbeschränkte Hardware nahtlos funktioniert. Ein drittes Highlight ist die Integration eines großen Sprachmodells (LLM) über den MCP-Client mit der MATLAB-MCP-Core-Server-Architektur. Dies ermöglicht automatisierte Datenbereinigung, Visualisierung und einfache ML-Modellentwicklung – ideal für Forschung und schnelle Prototypen. Die Präsentationen unterstreichen, dass MathWorks nicht nur Werkzeuge für die KI-Entwicklung bereitstellt, sondern auch die Brücke zwischen Forschung und industrieller Anwendung schlägt. Insbesondere die Fähigkeit, KI-Modelle mit physikalischen Modellen zu verbinden und sicherheitskritische Anforderungen zu erfüllen, macht MATLAB und Simulink zu zentralen Tools in der modernen Systementwicklung. Industrieexperten loben die Bemühungen, KI in sicherheitskritische Systeme zu integrieren, ohne die notwendige Transparenz und Verifizierbarkeit zu opfern. Die enge Verzahnung von KI und physikbasiertem Modellieren wird als Schlüssel für vertrauenswürdige Systeme in der Industrie angesehen. MathWorks, gegründet 1984 und mit über 6.500 Mitarbeitern weltweit, ist führend in der Entwicklung von MATLAB und Simulink – Standards in Forschung, Lehre und industrieller Innovation. Die NeurIPS-Präsentation unterstreicht die strategische Rolle der Plattformen bei der Transformation von KI von einem Forschungsthema zu einem verlässlichen Baustein moderner Ingenieurwissenschaft.
