Google Home-App-Update mit Gemini: Neues Ask Home-Feature und UI-Optimierung
Google hat mit der Integration von Gemini in seine Smart-Home-Plattform Google Home erneut einen Schritt in Richtung künstlicher Intelligenz im Alltag unternommen. Wie Android Authority in der Code-Inspektion der kommenden App-Version 3.41.50.3 feststellte, erhält die Google Home-Anwendung eine umfassende Neugestaltung, die den Fokus auf die neue KI-Plattform legt. Obwohl das Gesamtdesign nicht radikal verändert wurde, wurden die Benutzerfreundlichkeit und die Interaktion mit Gemini deutlich verbessert. Zentrales Element ist die neue „Ask Home“-Suchleiste am oberen Bildschirmrand, über die Nutzer per Sprache oder Text direkt Geräte steuern oder nach vergangenen Ereignissen im Haus suchen können – etwa nach „Was hat passiert, als ich gestern Abend den Lichtermodus ausgeschaltet habe?“. Diese Funktion führt zu einem neuen Chat-ähnlichen „Ask Home“-Bildschirm, in dem die KI kontextbezogene Antworten liefert. Parallel dazu wurde die Benutzeroberfläche optimiert: Der bisherige „Favorites“-Bereich wurde in „Home“ umbenannt, und die Navigation wurde vereinfacht. Die Menüleiste am unteren Bildschirmrand reduziert sich auf nur noch drei Icons – die Geräte werden nun über ein Grid-Symbol im neuen „Home“-Bereich erreicht. Zusätzlich werden neue Widgets für Außenluftqualität und Außentemperatur als Favoriten unterstützt, was auf kommende Nest-Hardware hindeutet, die voraussichtlich im nächsten Monat vorgestellt werden sollen. Neue Symbole für Video-Überwachung und Thermometer im Hauptmenü unterstreichen die stärkere Integration von Umwelt- und Sicherheitsdaten. Die Neuerungen deuten darauf hin, dass Google die Google Home-App nicht nur als Geräte-Steuerungswerkzeug, sondern als zentrale Schnittstelle für den intelligenten Haushalt mit KI-gestützter Erinnerung und Proaktivität ausbaut. Insbesondere die Möglichkeit, historische Ereignisse abzufragen, könnte die Nutzererfahrung erheblich verbessern – etwa bei der Analyse von Energieverbrauch oder Sicherheitsereignissen. Industriebeobachter sehen in der Umgestaltung eine strategische Antwort auf die wachsende Konkurrenz von Amazon Alexa und Apple HomeKit. Die Integration von Gemini in die App könnte auch die langfristige Vision von Google unterstützen, KI nicht nur in Such- und Nachrichten-Tools, sondern in die tägliche Lebensführung zu verankern. Experten hoffen, dass die in der Public Preview getesteten Funktionen nun endlich allen Nutzern zugänglich werden. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie gut die KI-Interaktion mit verschiedenen Geräten aus der Google- und Dritthersteller-Ökosystemen funktioniert und ob Datenschutz und Privatsphäre ausreichend gewährleistet sind. Die neue App-Version könnte bald weltweit rollen, nachdem Google bereits die Gemini-Integration in Google Assistant und Google Search ausgeweitet hat.
