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Facebook folgt TikTok-Vorbild mit neuen Reels-Features

Meta ist dabei, Facebook stärker in Richtung TikTok zu entwickeln, indem es die Funktionen von Reels erheblich ausbaut. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung des Empfehlungssystems, das nun schneller auf Nutzerinteressen reagiert und aktuellere, relevantere Reels präsentiert. Laut Meta lernt das System Nutzergewohnheiten schneller und zeigt mehr neuere Inhalte, insbesondere von Kreativen, die ihre Videos am selben Tag veröffentlicht haben. So werden nun 50 Prozent mehr Reels aus dem gleichen Tag angezeigt – ein klares Signal, dass Meta die Echtzeit- und Viralitätseffekte von TikTok nachahmen möchte. Zusätzlich hat Meta neue soziale Interaktionselemente eingeführt, darunter die sogenannten „Friend Bubbles“: kleine Piktogramme in der unteren linken Ecke eines Reels, die anzeigen, ob ein Freund das Video bereits geliked hat. Tapped man auf die Bubbles, öffnet sich direkt ein privater Chat mit dem jeweiligen Freund – eine Funktion, die den sozialen Aspekt des ursprünglichen Facebook-Erlebnisses stärkt. „Das Teilen von Likes mit Freunden war schon immer ein Kernstück von Facebook, und wir bauen weiterhin Funktionen wie die Bubbles, um uns wieder an unsere Wurzeln zu erinnern“, betont Meta. Die Verbesserungen zeigen bereits messbare Erfolge: In den neuesten Quartalszahlen gab Meta bekannt, dass die durchschnittliche Zeit, die Nutzer mit Videos auf Facebook verbringen, im Vergleich zum Vorjahr um über 20 Prozent gestiegen ist. Dies unterstreicht, dass die Strategie, Reels zum zentralen Inhaltselement zu machen, greift. Im Juni hatte Meta zudem angekündigt, dass ab sofort alle Videos auf Facebook als Reels formatiert werden und die bisherigen Längenbeschränkungen für Reels aufgehoben werden – eine Entscheidung, die mehr Kreativität und Flexibilität für Content-Ersteller ermöglicht. CEO Mark Zuckerberg hatte bereits im Januar betont, dass er 2024 „begeistert“ sei, wieder „das ursprüngliche Facebook“ zu revitalisieren. Die jüngsten Änderungen zeigen, dass Meta nicht nur das Format, sondern auch die Nutzererfahrung an TikTok anpasst – mit Fokus auf kurze, virale Videos, personalisierte Empfehlungen und stärkere soziale Interaktionen. Industrieanalysten sehen in diesen Schritten eine klare Strategie, um die jüngere Nutzergruppe zurückzugewinnen, die sich zunehmend von Facebook abgewandt hatte. „Meta erkennt, dass die Zukunft des Social Media in dynamischen, personalisierten Videoerlebnissen liegt – und TikTok hat diesen Trend maßgeblich geprägt“, sagt ein Branchenexperte. „Die Integration von Freunden in die Video-Interaktion ist ein cleverer Schachzug, der den sozialen Kern von Facebook wieder stärkt.“ Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, positioniert sich damit als ernstzunehmender Konkurrent im Bereich kurzer Videos. Mit einer Nutzerbasis von über zwei Milliarden auf Facebook und einem starken technologischen Rückhalt in KI und Datenanalyse ist die Plattform gut gerüstet, um die Herausforderung von TikTok zu meistern – vorausgesetzt, die Verbesserungen führen zu echter Nutzerbindung und nicht nur zu kurzfristigen Klicks.

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