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Google erreicht mit KI-Hype 3-Billionen-Dollar-Marktkapitalisierung

Google-Muttergesellschaft Alphabet erreichte am Montag erstmals eine Marktkapitalisierung von 3 Billionen US-Dollar und wurde damit das vierte Unternehmen weltweit, das diese Marke erreichte – nach Nvidia, Microsoft und Apple. Der Anstieg um knapp 4 Prozent reichte aus, um den Meilenstein zu knacken. Alle vier Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie sind zentrale Akteure im aktuellen Hype um künstliche Intelligenz (KI), der die Aktienmärkte in diesem Jahr maßgeblich beeinflusst. Besonders stark profitierte Alphabet von einem positiven Urteil eines Bundesrichters, der die Dominanz von Googles Browser Chrome im Suchmaschinenmarkt bestätigte – mit der Begründung, dass generative KI künftig eine „bedeutende Herausforderung“ für Googles Marktmacht darstellen könnte. Um dieser Bedrohung entgegenzuwirken, setzt Google massiv auf die Integration von KI in seine Suchmaschine und investiert Milliarden in die Entwicklung seines eigenen KI-Chatbots Gemini. Der Erfolg spiegelt sich in der Marktdynamik wider: Gemini ist nun die meistgebaute kostenlose App im Apple App Store, verdrängte damit OpenAI’s ChatGPT auf Platz zwei und stärkte so die Glaubwürdigkeit der KI-Strategie. Auch andere Tech-Riesen profitieren von der KI-Begeisterung: Nvidia, der Marktführer bei KI-Chips, erreichte im Sommer erstmals eine Marktkapitalisierung von 4 Billionen Dollar. Microsoft folgte mit seinem Cloud-Service Azure, dessen beeindruckende Umsatzzahlen im Juli die Aktie kurzzeitig über die 4-Billionen-Marke hoben. Auch Oracle profitierte stark: Chef Larry Ellison wurde durch einen Anstieg des Aktienkurses um über 42 Prozent zum reichsten Menschen der Welt, nachdem das Unternehmen erklärte, in den nächsten Quartalen bis zu 500 Milliarden Dollar an KI-Verträgen zu generieren. Trotz der beeindruckenden Zahlen wächst jedoch die Sorge um eine mögliche KI-Blase. OpenAI-Chef Sam Altman äußerte im Juli gegenüber Journalisten, dass die Investoren derzeit übermäßig begeistert von KI seien – ein Hinweis auf mögliche Überhitzung. Ein Bericht des MIT bestätigt diese Bedenken: Weniger als zehn Prozent der KI-Pilotprojekte in Unternehmen haben bisher tatsächliche Umsatzzuwächse erzeugt. Zudem zeigen Daten des US-Bevölkerungszensus, dass die KI-Adoption in vielen Branchen bereits stagniert oder rückläufig ist. Wissenschaftler der Federal Reserve warnten in einer Studie, dass ein Missverhältnis zwischen Investitionen und tatsächlicher Skalierbarkeit von KI „verheerende Folgen“ haben könnte – vergleichbar mit der Eisenbahn-Überexpansion des 19. Jahrhunderts. Ökonom Torsten Slok ging sogar noch weiter und verglich die aktuelle Situation mit der Dotcom-Blase von 1999, die er als noch gravierender einstuft. Die Frage bleibt: Ist der KI-Hype letztlich eine nachhaltige Transformation oder eine kurzfristige Spekulation, die mit einem harten Einbruch enden könnte?

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