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Gartner erhöht IT-Ausgabenprognose durch GenAI-Boom

Gartner hat seine Prognose für weltweite IT-Ausgaben erheblich nach oben korrigiert, da der explosive Anstieg der Investitionen in GenAI-Hardware die gesamte Technologiebranche dynamisch vorantriebt. Ursprünglich erwartete Gartner 2026 ein globales IT-Ausgabenvolumen von knapp über 6 Billionen US-Dollar – nun wird diese Marke bereits 2025 erreicht, mit geschätzten 5,54 Billionen US-Dollar, was einer Steigerung von 10 % gegenüber 2024 (5,04 Billionen) entspricht. Diese Revision ist ein direktes Ergebnis der massiven Nachfrage nach Rechenzentrums-Systemen, insbesondere von KI-Modellentwicklern und ihren Cloud-Partnern. Die Ausgaben für Rechenzentrums-Systeme (Server, Switches, Speicher) stiegen 2024 auf 333,4 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 40,3 % gegenüber 2023 (238,6 Milliarden) und fast das Doppelte des Vorkrisen-Niveaus vor 2020. Für 2025 prognostiziert Gartner ein Wachstum um 46,8 % auf 489,5 Milliarden, gefolgt von einem weiteren Anstieg um 19 % auf 582,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Diese Wachstumsraten übertreffen deutlich die jährlichen Zuwächse des globalen Bruttosozialprodukts (BIP). Auch der Anstieg im Enterprise-Software-Bereich, insbesondere für künstlich intelligente Anwendungen wie Copilots, Code-Assistenten und KI-erweiterte ERP-, SCM- und CRM-Systeme, treibt die Ausgaben an. IT-Service- und Geräteausgaben (z. B. PCs, Smartphones) sowie Telekommunikationsdienstleistungen tragen ebenfalls zum Anstieg bei. Gartner weist jedoch darauf hin, dass Inflation einen signifikanten Anteil an der scheinbaren Steigerung ausmacht: Nach Anpassung an die erwartete Inflationsrate (2025–2026) verringert sich der reale Anstieg, dennoch bleibt der Anstieg der Rechenzentrums-Ausgaben von 2019 bis 2026 nach Inflationsbereinigung immer noch um den Faktor 2,55 – ein immens hohes Niveau. Die KI-Revolution, insbesondere der GenAI-Boom, wirkt wie ein katalytischer Faktor, der die Wachstumskurve in die Höhe schnellen lässt, wobei auch strukturelle Faktoren wie die Digitalisierung und Cloud-Adoption eine Rolle spielen. Industrieanalysten sehen in der Prognose ein Zeichen für die tiefgreifende Transformation der IT-Infrastruktur. Die Rechenzentrums-Industrie, insbesondere Anbieter wie NVIDIA, AMD, Dell, HPE und Cisco, profitieren massiv, während Cloud-Plattformen wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud ihre Marktpositionen ausbauen. Gartner betont, dass der KI-Expansionszyklus nicht nur kurzfristig, sondern strukturell wirkt – die Investitionen in KI-Infrastruktur und -Software sind langfristig verankert. Die Prognose, dass 2025 bereits das 2026-Ziel erreicht wird, unterstreicht die Dynamik, die von der KI-Revolution getragen wird. Die Kombination aus technologischem Fortschritt, wachsendem Marktdruck und Inflation führt zu einer neuen Normalität im IT-Sektor, in der KI-Intensivität und Rechenleistung zentrale Wettbewerbsfaktoren sind. Die Prognose ist ein Indiz dafür, dass die digitale Transformation in eine neue, kraftvollere Phase eintritt – mit Rechenzentren als zentralem Pfeiler der globalen Wirtschaft.

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