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OpenAI will mit ChatGPT-Werbung bis 2030 bis zu 25 Milliarden Dollar verdienen, wenn es datengestützte, leistungsstarke Anzeigen schafft und Vertrauen aufbaut.

OpenAI steht vor der Chance, eine bis zu 25 Milliarden Dollar schwere Werbeplattform aufzubauen – ein ambitionierter Zielwert, den Analysten wie Mark Mahaney von Evercore ISI für realistisch halten, wenn das Unternehmen die richtigen Schritte unternimmt. Derzeit testet OpenAI Werbung nur in begrenzten Kreisen: Nutzer von ChatGPT Free und dem $8-Monats-Abonnement „Go“ erhalten im unteren Bereich der Antworten gezielte Anzeigen, beispielsweise von Reise- oder Baby-Onlinehändlern, basierend auf dem Kontext der Anfrage. Doch diese Form der kontextuellen Werbung, wie sie von Gartner-Analystin Nicole Greene als „Marketing-Gold“ bezeichnet wird, reicht nicht aus, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Experten wie Michael Cohen von Horizon Media kritisieren, dass solche Anzeigen zwar unauffällig sind, aber oft nur „ausreichend“ und nicht besonders leistungsfähig sind. Im Gegensatz zu Google, Meta oder Amazon, die durch detaillierte Nutzungsdaten und präzise Zielgruppenoptimierung überzeugen, fehlt OpenAI bisher ein leistungsfähiges Messsystem und eine Conversion-API, die es Werbetreibenden ermöglicht, tatsächlich nachzuverfolgen, ob eine Anzeige zu einem Kauf führt. Ohne solche Daten kann kein echter Leistungsnachweis erbracht werden – und ohne Leistung keine großen Werbeinvestitionen. Um die Werbeinnovation voranzutreiben, müssen OpenAI mehr tun als nur Anzeigen einzublenden. Laut Criteo-Chef Michael Komasinski wäre ein skalierbares Geschäftsmodell mit einem Umsatz von 1–2 Milliarden Dollar bis 2027 nur möglich, wenn die Plattform eine leistungsbasierte Werbeeinheit entwickelt, die den Nutzererlebnis nicht beeinträchtigt, aber Werbetreibenden klare Ergebnisse liefert. Dazu braucht OpenAI eine robuste technische Infrastruktur – inklusive Ad-Serving, Bidding-Systeme und personalisierte Zielgruppenanalyse – sowie die Fähigkeit, Daten sicher zu verarbeiten, ohne die Nutzerprivatsphäre zu gefährden. OpenAI hat bereits „Werbegrundsätze“ veröffentlicht, wonach Anzeigen klar gekennzeichnet sind, nicht in die Antworten eingreifen und Nutzerdaten nicht an Werbetreibende weitergegeben werden. Diese Transparenz ist entscheidend, um das Vertrauen der Nutzer zu bewahren – besonders, wenn ChatGPT als Werkzeug für psychologische Unterstützung oder persönliche Beratung genutzt wird. Ein weiterer entscheidender Schritt ist die Ausweitung über die ChatGPT-App hinaus. Experten sehen Potenzial in OpenAIs Sora (AI-Video-Tool), dem Atlas-Browser und der angekündigten agentenbasierten E-Commerce-Technologie. Hier könnten vertikale, TikTok-ähnliche Werbeformate oder gesponserte Produktvorschläge natürlicher wirken. Besonders interessant ist die Entwicklung eines möglichen KI-Geräts durch ehemaligen Apple-Designer Jony Ive – ein potenzieller neuer Werbeplatz, der die Reichweite enorm erweitern könnte. Doch dafür braucht OpenAI nicht nur Technologie, sondern auch Beziehungen. Im Unterschied zu Unternehmen wie Netflix oder Uber, die mit bekannten Werbe-Executives wie Ex-Madison-Avenue-Faces ihre Werbe-Strategien starteten, war OpenAI bisher zurückhaltend. Nun hat das Unternehmen Vijaye Raji als Leiter des Werbebereichs ernannt – einen erfahrenen Software-Engineer aus Meta, der für Audience Network und mobile Apps verantwortlich war. Seine Ernennung wird von Branchenexperten als positives Signal gesehen, doch die nächsten Schritte werden entscheidend sein: mehr Personal, möglicherweise durch gezielte Übernahmen in Bereichen wie Ad-Serving oder Personalisierung. Insgesamt bleibt die Frage: Kann OpenAI die Kombination aus Nutzererfahrung, Datenintelligenz und Werbeleistung schaffen, die erforderlich ist, um mit den etablierten Tech-Riesen Schritt zu halten? Die Antwort hängt nicht nur von Technologie ab, sondern von der Fähigkeit, Vertrauen zu bauen, die richtigen Partnerschaften einzugehen und ein echtes Leistungsversprechen zu halten. Wenn es gelingt, wird OpenAI nicht nur ein Werbe-Player, sondern ein neuer Player im digitalen Werbeökonomie – mit einem potenziellen Umsatz von 25 Milliarden Dollar bis 2030.

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