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AMD-Aktie sinkt trotz guter Zahlen wegen enttäuschender Prognose

Advanced Micro Devices (AMD) verzeichnete im vierten Quartal ein überraschend starkes Ergebnis, das die Erwartungen der Analysten deutlich übertraf, doch die Prognose für das erste Quartal ließ die Märkte enttäuscht zurück. Trotz eines Umsatzwachstums von 34 Prozent auf 9,8 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Quartal und eines Anstiegs des Nettogewinns auf 1,51 Milliarden Dollar (92 Cent pro Aktie) gegenüber 482 Millionen Dollar (29 Cent) im Vorjahreszeitraum sank die Aktie am Dienstag um mehr als sieben Prozent im After-Hours-Handel. Grund dafür war die Prognose für das erste Quartal: AMD erwartet einen Umsatz von 9,8 Milliarden Dollar, plus/minus 300 Millionen, was über den durchschnittlichen Erwartungen von 9,38 Milliarden Dollar liegt – doch einige Analysten hatten eine noch stärkere Guidance erwartet, insbesondere im Kontext des anhaltenden AI-Spreebooms. Die Datenzentrum-Sparte, die mit 5,4 Milliarden Dollar Umsatz ein Wachstum von 39 Prozent verzeichnete, war der größte Treiber des Erfolgs. Hier spielten sowohl die AI-GPUs als auch die Server-CPU-Produkte eine zentrale Rolle. AMD-Chefin Lisa Su betonte auf der Ergebnispräsentation, dass die Nachfrage nach zentralen Prozessoren (CPUs) durch die KI-Revolution stark ansteigt, da Hyperscaler ihre Infrastruktur ausbauen und Unternehmen ihre Rechenzentren modernisieren, um KI-Workflows zu unterstützen. Auch die Client- und Gaming-Sparte legte um 37 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu, getrieben von der starken Nachfrage nach Ryzen-Prozessoren in Laptops und PCs, die weiter an Marktanteil gegenüber Intel gewinnen. Die Embedded-Sparte wuchs dagegen nur um 3 Prozent auf 950 Millionen Dollar. Ein besonderes Augenmerk gilt der geplanten Einführung des neuen server-skalierbaren AI-Systems Helios, das im Laufe des Jahres ausgeliefert werden soll. Su bestätigte, dass AMD in aktiven Verhandlungen mit weiteren Kunden steht, wobei die Verkäufe in der Datenzentrum-Sparte angesiedelt sind. Zudem bestätigte AMD, dass es im vierten Quartal 390 Millionen Dollar an Umsatz mit seinen Instinct-MI308-Chips in China erzielte, und rechnet für das laufende Quartal mit 100 Millionen Dollar Umsatz – ein Hinweis auf die fortgesetzte, wenn auch eingeschränkte Präsenz im chinesischen Markt trotz US-Exportkontrollen. Industrielle Experten sehen in der aktuellen Entwicklung eine kurze Enttäuschung, die jedoch nicht die langfristige Dynamik der AMD-Aktie beeinträchtigt. „AMD hat das AI-Wachstum klar mitgenommen, aber die Guidance war etwas konservativ“, sagt ein Analyst von Bernstein. „Die Realität ist, dass die Nachfrage nach KI-Infrastruktur noch stärker ist als erwartet.“ Mit Kunden wie OpenAI und Oracle sowie dem Helios-System positioniert sich AMD weiter als ernstzunehmender Rivale zu Nvidia – auch wenn der Marktanteil weiterhin hinter dem von Nvidia liegt. Die Aktie hat in den vergangenen 12 Monaten mehr als verdoppelt, und mit einer prognostizierten Zahl von über fünf Milliarden aktiven KI-Nutzern innerhalb der nächsten fünf Jahre bleibt das Wachstumspotenzial groß.

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